Am Samstag, den 30. Mai, wurde am Pibersteinersee in Maria Lankowitz eine beeindruckende Einsatzübung durchgeführt, die unter dem Titel „Menschenrettung nach Murenabgang“ stand. Unter der Leitung von Michael Jeschelnig (Abteilung Katastrophenschutz) und Kurt Rath (Steirische Wasserrettung) fanden sich zahlreiche Einsatzorganisationen zusammen, um realitätsnahe Bedingungen zu simulieren und ihre Zusammenarbeit zu optimieren. Man kann sich kaum vorstellen, wie das Wetter zu einem massiven Murenabgang führte, der die Zufahrtsstraßen zum idyllischen Pibersteinersee blockierte. Plötzlich fanden sich mehrere Fahrzeuge im Wasser wieder und rund zehn Personen schwebten in akuter Lebensgefahr.
Die Situation eskalierte, als Diesel aus beschädigten Tanks auslief und drohte, das Gewässer zu gefährden. Ein Großalarm wurde durch die Polizei ausgelöst, während die Feuerwehren des Bezirks stark ausgelastet waren. An dieser Übung nahmen nicht nur die Polizei und die Wasserrettung teil, sondern auch das Rote Kreuz, das Bundesheer, der Ölschadensstützpunkt Voitsberg und zahlreiche Bergrettungsorganisationen. Sogar die Christophorus-Flugrettung war im Gespräch, um ihre Unterstützung zu leisten. Es war ein wahres Spektakel der Zusammenarbeit, das um 13 Uhr mit einem Notruf eines Anrainers begann.
Koordination und Einsatz unter Druck
Die Landeswarnzentrale alarmierte umgehend die Polizei, die den Großalarm auslöste. Bundesheer-Hubschrauber übernahmen die Fließwasserretter, die über dem See abgesetzt wurden, während Sanitätskräfte per Hubschrauber eingeflogen wurden, da der Landweg unpassierbar war. Dies alles geschah mit einem gewissen Druck – keine elektronische Unterstützung sollte die Einsatzführung behindern; das Ziel war, die Führungsfähigkeit unter erschwerten Bedingungen zu testen. Ein echtes Abenteuer für die Beteiligten!
Die Alpinpolizei und die Bergrettung errichteten eine behelfsmäßige Seilbahn, um Verletzte abtransportieren zu können. Gleichzeitig suchten Feuerwehr- und Wasserrettungstaucher nach vermissten Personen. In einem beeindruckenden Manöver wurde sogar eine leblose Übungspuppe geborgen. Ein zusätzlicher Notaufstieg eines Tauchers stellte die medizinische Versorgung auf die Probe, während der Ölschadensstützpunkt Voitsberg einflog, um Ölsperren zu errichten und die Umweltgefahr zu bekämpfen. Hier wurde mit viel Engagement und Professionalität gearbeitet!
Ein erfolgreicher Abschluss
Die Übung endete mit einer gemeinsamen Nachbesprechung aller Organisationen – ein wichtiger Moment, um aus den Erfahrungen zu lernen und sich auf zukünftige Einsätze vorzubereiten. Nach all dem Stress und der Anspannung lud die Stadtgemeinde Köflach zu einem kleinen Imbiss ein. Eine willkommene Gelegenheit für alle Beteiligten, sich zu stärken und die Erlebnisse Revue passieren zu lassen. Solche Übungen sind entscheidend für die Sicherheit unserer Gemeinschaft und zeigen, wie gut die verschiedenen Organisationen zusammenarbeiten können.