Frauenpower in Gnas: Gemeinsam gegen die gläserne Decke
Am vergangenen Wochenende versammelten sich rund 50 Frauen aus der Südoststeiermark und Umgebung in Gnas zu einem inspirierenden Femathon-Treffen. Es war ein buntes Treffen, bei dem das Ziel klar war: Netzwerken, Karriereimpulse sammeln und sich über die Herausforderungen im Berufsleben austauschen. Die Atmosphäre war geprägt von Energie und dem Willen, gemeinsam neue Wege zu gehen. Man spürte förmlich den Wunsch nach Veränderung und Unterstützung.
Die regionale Gleichstellungsmanagerin Bettina Taucher eröffnete die Veranstaltung mit einem eindringlichen Vortrag über die „gläserne Decke“ – ein Thema, das viele Teilnehmerinnen nur zu gut kennen. Unsichtbare Hürden, die Frauen im Berufsleben oft begegnen, fanden hier zur Sprache. Auch Bettina Stein-Geba, eine Expertin auf dem Gebiet, war vor Ort und beleuchtete die Bedeutung von starken beruflichen Netzwerken für die Karriereentwicklung. Es wurde deutlich: Wer sich vernetzt, hat die besten Karten in der Hand!
Interaktive Formate und Erfahrungsaustausch
Besonders spannend waren die drei interaktiven Thementische, die den Teilnehmerinnen die Möglichkeit boten, ihre eigenen Erfahrungen zu Gehaltsverhandlungen, Kommunikation und beruflicher Entwicklung einzubringen. Das war nicht nur lehrreich, sondern auch ein bisschen wie ein Kaffeekränzchen – nur eben mit mehr Tiefgang. Expertinnen von „Frau in der Wirtschaft“ und dem AMS standen bereit, um individuelle Fragen zu beantworten und wertvolle Tipps zu geben.
Ein Höhepunkt des Treffens war das abschließende Networking. Hier wurde eifrig geknüpft, was das Zeug hielt. Neue Kontakte entstanden, bestehende Netzwerke wurden ausgebaut, und es war schön zu sehen, wie Frauen miteinander ins Gespräch kamen – einfach so, ganz ungezwungen. Irgendwie fühlt man sich dann verbunden, nicht wahr?
Bedarf an Austausch und Impulsen
Die Veranstaltung hat eindrücklich gezeigt, dass es in der Region einen klaren Bedarf an Austausch und neuen Impulsen für Frauen gibt. Das Feedback war durchweg positiv, und viele Teilnehmerinnen äußerten den Wunsch, solche Events regelmäßig zu veranstalten. Eine nächste Femathon-Veranstaltung ist bereits in der Oststeiermark in Planung. Man darf gespannt sein!
Frauennetzwerke spielen eine entscheidende Rolle in der Gleichstellungsarbeit. Sie bieten nicht nur Raum für Erfahrungsaustausch, sondern auch Unterstützung bei der Karriereentwicklung und fördern weibliche Führungskräfte. In Deutschland sind Frauen in vielen Bereichen, wie bei Führungspositionen oder dem Gender Pay Gap, nach wie vor benachteiligt. Die Ursachen liegen oft in strukturellen Gegebenheiten und einer traditionellen, geschlechtsspezifischen Aufteilung des Arbeitsmarktes.
Die informellen Netzwerke, die häufig von Männern dominiert sind, erschweren Frauen den Zugang zu Führungspositionen. Frauennetzwerke, die es seit Anfang des 20. Jahrhunderts gibt, haben sich als wichtiges Mittel herauskristallisiert, um Veränderungen anzustoßen. Sie fördern Wissensaustausch, Coaching und Sichtbarkeit von Frauen in der Arbeitswelt. Dennoch gibt es auch Grenzen: Manchmal sind diese Netzwerke weniger karrierefördernd als gemischte Netzwerke, was zu einem problemzentrierten Austausch führen kann.
Um Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen, sind Veränderungen in Mechanismen und Strukturen notwendig. Der Austausch zwischen Frauen und Männern ist von großer Bedeutung. In vielen Verbänden sind die Vorstände nach wie vor männlich besetzt, obwohl es einen breiten Pool an qualifizierten Frauen gibt. Die Einbindung von Frauennetzwerken in Entscheidungsstrukturen könnte hier ein Katalysator für Veränderungen sein. Es bleibt spannend, wie sich die Dinge entwickeln werden!
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