Die Hitzewelle hat uns vorerst in Ruhe gelassen, doch die Wetterlage bleibt in der Steiermark unbeständig. Nach den letzten Regenschauern spüren wir schon mal eine kleine Erleichterung – die Pollen werden aus der Luft gewaschen. Aber Vorsicht! Sobald die Sonne wieder herauskommt, kann die Pollenbelastung rasch ansteigen. Besonders in den tieferen Lagen ist die Belastung meist auf mittlerem Niveau, während in höheren Regionen die Werte deutlich höher sind. Gräser sind hier das Hauptallergen, besonders in der Weststeiermark, Graz und Murau. Während die Blüte sich in höhere Lagen verlagert, wie etwa auf Bergwiesen und Almen, können die hohen Pollen-Konzentrationen bei strahlendem Wetter lokal auftreten.

In der Ost- und Südsteiermark hingegen bleibt die Lage stabil. Hier ist es überwiegend trocken und sonnig, was die Pollenkonzentration auf einem mittleren Niveau hält. Aber auch hier gibt’s punktuell höhere Werte, besonders entlang von Bachläufen oder in Laubwäldern. Die Edelkastanienblüte neigt sich dem Ende zu – was für viele Allergiker eine Erleichterung ist, da sie Kreuzreaktionen auslösen kann. Linden und Liguster sind in höheren Lagen ebenfalls fast am Ende ihrer Blüte, während in den Tallagen die Luft wieder frei atmen kann.

Pollenflug-Prognosen für die kommende Woche

Im Zeitraum vom 1. bis 7. Juli 2026 wird es spannend! Die Hauptpollenarten sind vielfältig: Da sind die Brennnesselgewächse, Gänsefußgewächse, Ampfer und Wegerich. Gräser sind zwar weiterhin präsent, aber ihre Pollenbelastung nimmt langsam ab und wird von den Brennnesselgewächsen dominiert. Die hohe Temperaturen der letzten Woche haben viele Pollen und Schimmelpilzsporen in die Luft geschleudert. Gewitter könnten einen Teil des Gräserpollenfluges schwächen, was ein kleiner Lichtblick für Allergiker sein könnte.

Die ersten Pollen der Gänsefußgewächse und des Beifußes sind bereits sichtbar, wenn auch in geringen Konzentrationen. Auch die Lindenpollen, die ebenfalls ihre Zeit hatten, sind im Norden weiterhin mäßig unterwegs. Interessanterweise nehmen die Pollen von Esskastanien ab, obwohl ein mäßiger Pollenflug nach wie vor möglich bleibt. Und die Schimmelpilzsporen? Die Saison hat begonnen, insbesondere die Alternaria und Cladosporium zeigen sich in der Luft. Über die Belastungen durch frisch geerntete Felder beim Dreschen brauchen wir gar nicht erst zu reden – da kann es schon mal richtig intensiv werden.

Allergien und ihre Auslöser

Pollen sind der häufigste Auslöser von allergischen Atemwegserkrankungen. Tränende und juckende Augen, Niesreiz, Fließschnupfen oder sogar Asthma können die Quittung für einen unbedachten Spaziergang im Freien sein. Die Symptome variieren stark von Person zu Person und hängen eng mit der Pollenzahl in der Luft zusammen. Und das ist nicht alles: Kreuzreaktionen auf verwandte Pollen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten können für viele Allergiker ebenfalls problematisch sein. Besonders in Gebieten mit höherer Luftschadstoffbelastung haben die Pollen einen höheren Allergengehalt. Stickoxide und Ozon verstärken das allergene Potenzial zusätzlich.

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Die Pollensaison hat oft schon im Januar oder Februar begonnen – in milden Wintern sogar schon im Dezember. Deshalb ist es ratsam, sich frühzeitig auf die Allergiesaison vorzubereiten, um den Herausforderungen der Natur gelassen entgegentreten zu können.

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