Dramatischer Arbeitsunfall im Wald: Forstarbeiter bei Hohentauern schwer verletzt
Am frühen Morgen des 2. Juli 2026, genauer gesagt um 06:55 Uhr, kam es im Bereich des „Wirtsgupf“ in Hohentauern zu einem schweren Arbeitsunfall. Ein erst 21-jähriger Forstarbeiter, der aus dem Bezirk Liezen stammt, wurde von einem etwa 60 Zentimeter langen Teilstück eines Fichtenwipfels getroffen. Dies passierte, als das Teilstück durch die Zugkraft einer Seilwinde abgerissen und in die Höhe geschossen wurde. Was für ein Schreck! Die Verletzungen des jungen Mannes sind unbestimmten Grades, betroffen sind vor allem der Oberkörper und der Kopf.
Ein Kollege des Verletzten reagierte schnell und leitete die Rettungskette ein. Er leistete bis zum Eintreffen der professionellen Einsatzkräfte Erste Hilfe. Das ist in solchen Situationen Gold wert! Der Notarzthubschrauber Christophorus 14 war rasch zur Stelle und holte den Verletzten mittels Tau aus dem unwegsamen Gelände. Danach ging es ab ins Landeskrankenhaus Graz. Ein großes Dankeschön an die engagierten Einsatzkräfte – Polizei, Alpinpolizei, Bergrettung Hohentauern und die Freiwillige Feuerwehr Hohentauern waren ebenfalls im Einsatz.
Die Ermittlungen laufen
Der genaue Unfallhergang wird derzeit noch ermittelt. Solche Vorfälle werfen viele Fragen auf und sind auch ein Hinweis auf die Gefahren, die im Wald und bei der Forstarbeit lauern. Immerhin stiegen im Jahr 2022 die Unfallzahlen bei der Waldarbeit leicht an – nach fünf Jahren mit sinkenden Zahlen. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) berichtet von 4.302 Arbeitsunfällen im Forst, was einem Anstieg von 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Besonders auffällig ist der Anstieg bei der Holzaufarbeitung, wo sich die Zahl der Unfälle von 881 auf 1.113 erhöht hat. Das sind 26 Prozent mehr! Wahrscheinlich hängen diese Zahlen mit der verstärkten Brennholzaufarbeitung zusammen, die in den letzten Jahren aufgrund gestiegener Energiekosten zugenommen hat. Das Risiko für tödliche Unfälle ist besonders hoch bei motormanuellen Holzerntearbeiten. 24 von 33 tödlichen Unfällen im Jahr 2022 waren auf herabfallende Baumteile zurückzuführen.
Ein Appell an die Sicherheit
In Anbetracht dieser Entwicklungen ist es umso wichtiger, dass sich Forstarbeiter auf die Sicherheit am Arbeitsplatz konzentrieren. Die SVLFG bietet zahlreiche Informationen und Broschüren zur sicheren Waldarbeit an, die online heruntergeladen werden können. Zudem werden Fortbildungsmaßnahmen für Versicherte gefördert, um das Unfallrisiko weiter zu senken. Es gibt Zuschüsse für Lehrgänge – eine gute Möglichkeit, um die eigenen Kenntnisse aufzufrischen und die Sicherheit zu erhöhen.
Für den jungen Forstarbeiter aus Hohentauern hoffen wir auf eine schnelle und vollständige Genesung. Es sind solche Geschichten, die uns immer wieder bewusst machen, wie gefährlich die Arbeit im Wald sein kann. Bleibt alle gesund und passt aufeinander auf!
Technisch repräsentiert unser neues Magazin-System den aktuellen Stand der Technik für anspruchsvolle Nachrichtenportale: schnell, barrierefrei, DSGVO-konform, suchmaschinenoptimiert und für die Redaktion langfristig wartbar. Die Umsetzung dieser hohen Standards wurde von Daniel Wom / VeloCore mit dem Anspruch realisiert, eine langlebige und zukunftssichere Lösung zu schaffen.
