Unwetter-Chaos in Murau-Murtal: Feuerwehr im Dauereinsatz gegen die Elemente
Heftige Unwetter haben am Nachmittag des 14. Juli die Region Murau-Murtal heimgesucht und dabei die Feuerwehren ordentlich gefordert. Der Himmel verdunkelte sich schnell und die Unwetterzentrale UWZ hatte bereits für große Teile der Steiermark, besonders für Murau und das Murtal, die höchste Warnstufe ausgegeben. Neben Knittelfeld waren auch Leoben, Voitsberg, Liezen und Bruck-Mürzzuschlag betroffen, und die Notrufnummern liefen heiß.
Die Einsatzkräfte mussten sich gleich mehreren Herausforderungen stellen. Umgestürzte Bäume blockierten Straßen, Keller liefen voll und Unterführungen wurden überflutet. Es war ein wahrer Kraftakt, den die Feuerwehren aus Knittelfeld, Spielberg, Sachendorf, Bischoffeld und der Betriebsfeuerwehr ÖBB Knittelfeld meisterten. Besonders stark betroffen war die Gemeinde Gaal, wo Abschnittsbrandinspektor Andreas Hopf die Einsätze koordinierte. Dort wurden Sandsäcke befüllt, um die Häuser vor dem Wasser zu schützen, und insgesamt waren bis in die späten Nachmittagsstunden 58 Feuerwehrmänner und -frauen im Einsatz.
Koordiniertes Handeln der Feuerwehren
Die Freiwillige Feuerwehr Hetzendorf war gefordert, als ein großer Baum die Straße blockierte. Aber die Feuerwehrleute waren schnell zur Stelle und entfernten das Hindernis. In Judenburg kam es zu einem Waldbrand am Feeberg, wahrscheinlich verursacht durch einen Blitzschlag. Auch die Freiwillige Feuerwehr St. Ruprecht–Falkendorf musste zu einem ähnlichen Brand ausrücken. In Katsch an der Mur gab es einen weiteren Brandeinsatz, während die Feuerwehr Schöder zu einer technischen Hilfeleistung alarmiert wurde. Die Einsatzkräfte arbeiteten Hand in Hand, um die Verkehrswege freizumachen und weitergehende Schäden zu minimieren.
Besonders beeindruckend war, wie die Feuerwehrleute in Gaal Sandsäcke vorbereiteten, während sie gleichzeitig auf alles andere vorbereitet waren. In Rattenberg blockierten mehrere umgestürzte Bäume die L503, und ein Feuerwehrkamerad half mit seinem Traktor aus. In Spielberg stürzte ein Baum auf den Birkachweg, und die Stadtfeuerwehr schnitt ihn mit einer Kettensäge um und schaffte ihn mit einem Radlader weg. Ein echtes Gemeinschaftswerk!
Die Rolle der Feuerwehren in Österreich
Diese Einsätze sind nicht nur an diesem Tag bemerkenswert. Im Jahr 2025 rückten die österreichischen Feuerwehren insgesamt deutlich weniger oft zu Einsätzen aus, was jedoch nicht heißt, dass die Herausforderungen kleiner wurden. Im Jahr 2024 erlebte das Land besonders starke und großflächige Unwetter, die die Einsatzkräfte an ihre Grenzen brachten. Trotzdem dokumentierten die Feuerwehren 254.598 Einsätze im Jahr 2025, darunter 164.518 technische Einsätze, wie Überflutungen oder Sturmereignisse.
Die Mitgliederzahl der Feuerwehren in Österreich ist erfreulicherweise gestiegen. Mit über 357.000 Mitgliedern, von denen etwa 99% ehrenamtlich tätig sind, zeigt sich ein starkes Engagement in der Bevölkerung. Der Frauenanteil stieg auf 11% der Gesamtmannschaft, was einen positiven Trend darstellt. Robert Mayer, Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbands, hebt die Bedeutung dieser Mitgliederentwicklung hervor, die gerade in Krisenzeiten von unschätzbarem Wert ist.
Das Wetter wird immer unberechenbarer, und die Feuerwehren stehen bereit, um sich den Herausforderungen zu stellen. Die Berichte aus Gaal und Umgebung zeigen einmal mehr, dass die Einsatzkräfte immer auf alles vorbereitet sind – und das nicht nur am 14. Juli 2026. Ein Hoch auf die Feuerwehrleute, die oft im Hintergrund arbeiten und doch so viel für unsere Sicherheit tun!
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