Im Herzen von Murau tut sich was! Der Lückenschluss der S36 zwischen Judenburg und St. Georgen, ein Projekt, das schon seit Jahren in der Pipeline ist, nimmt endlich Fahrt auf. Infrastrukturminister Peter Hanke hat nun bestätigt, dass alles „ohne Verzögerung weiterverfolgt“ wird. So eine Ansage hört man gerne, denn die Hoffnung auf eine schnellere Verbindung zwischen den Regionen ist groß. Die Straßenbaugesellschaft Asfinag steht voll hinter diesem Vorhaben und teilt diese optimistische Sichtweise.
Aber was genau steht da auf dem Plan? Die geplante UVP-Verhandlung, also die Umweltverträglichkeitsprüfung, soll noch dieses Jahr stattfinden, auch wenn der genaue Termin noch in den Sternen steht. Der Baubeginn für das gesamte Straßenprojekt wird für 2029 angepeilt. Das sind zwar noch ein paar Jahre hin, aber die aktuellen Baugrunderkundungen und Grundeinlösungen zeigen, dass es vorangeht. Die Wirtschaftskammer Murtal träumt sogar von einem durchgehenden Ausbau der S36 bis Kärnten. Aber von Asfinag gibt’s dazu momentan kein Kommentar – vielleicht wird das ja noch ein Thema in der nächsten Zeit.
Was steht uns bevor?
Der konkrete Abschnitt, der in Planung ist, erstreckt sich über ca. 11,9 Kilometer und schließt die bestehenden Teilabschnitte „Knoten St. Michael bis Judenburg“ und „St. Georgen bis Unzmarkt“ zusammen. Das Ziel? Die Anrainergemeinden der B 317 Friesacher Straße vom Durchzugsverkehr zu entlasten – eine Maßnahme, die vielen sicher sehr willkommen ist. Vor allem die Ortsteile Rothenthurm, St. Peter ob Judenburg und Wöll profitieren von den geplanten Unterflurtrassen. Hier wird die bestehende B 317, die künftig als L 518 geführt wird, verlegt. Eine feine Sache, die die Lebensqualität der Anwohner deutlich verbessern sollte.
Doch bevor all das in trockene Tücher kommt, müssen die Umweltauswirkungen genau unter die Lupe genommen werden. Das Verfahren nach dem Bundesfernstraßengesetz ist dafür verantwortlich, dass alle Aspekte berücksichtigt werden. Menschen, Tiere, Pflanzen – und selbst die Luft, das Wasser und das Klima – alles spielt eine Rolle. Die Umweltverträglichkeitsprüfung, die im Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung geregelt ist, sorgt dafür, dass die Öffentlichkeit in den Prozess einbezogen wird. Hier ist also jeder Einzelne gefragt, und die Prüfung wird von Fachleuten in interdisziplinären Teams durchgeführt. Klug gemacht!
Investitionen in die Zukunft
Aber nicht nur die S36 sorgt für Aufregung in der Region. Die Stadtwerke Judenburg bringen frischen Wind in die Netz-Infrastruktur und investieren über 16 Millionen Euro, unter anderem in einen neuen Transformer im Umspannwerk Judenburg-West. Das klingt nicht nur nach einer Menge Geld, sondern auch nach einer Menge Fortschritt. Hier wird die Grundlage für eine zukunftssichere Energieversorgung gelegt – und das ist kein leichtes Unterfangen.
Und für die Radfahrer gibt’s in Knittelfeld eine ganz besondere Neuigkeit: Eine neue „Online-Radbörse“ und ein kostenloser E-Bike-Kurs in der Radwerkstatt Bernd Willibald. Das ist eine tolle Gelegenheit, um in die Pedale zu treten und die Region auf zwei Rädern zu erkunden. Wer also Lust auf Bewegung hat, findet hier die perfekte Anlaufstelle.