In der kleinen, malerischen Stadt Murau haben Schüler der HTL Zeltweg, genauer gesagt die Klasse 4BHMBR, etwas ganz Besonderes erlebt. Sie pilgerten von Friesach nach Gurk – eine Strecke von etwa 22 Kilometern und 600 Höhenmetern. Diese Wallfahrt war nicht nur ein einfacher Fußmarsch, sondern ein tiefgreifendes Erlebnis. Während der Wanderung trugen die Schüler abwechselnd ein Kreuz, was den Gedanken an Gemeinschaft und Zusammenhalt symbolisierte. Jeder Teilnehmer hatte einen Stein dabei, der persönliche Sorgen repräsentierte. Nach der Ankunft in Gurk wurde dieser Stein an einem besonderen Ort abgelegt – ein kleiner Akt, aber mit großer Bedeutung.

Ein Höhepunkt der Wallfahrt war das Durchkriechen unter dem Altar der heiligen Hemma von Gurk. Das war sicher eine spannende Herausforderung für die Jugendlichen! Nach einer erholsamen Übernachtung erkundete die Klasse den beeindruckenden Gurker Dom auf interaktive Weise. Jeder Schüler erhielt eine Abbildung aus dem Dom, die er finden und deren Geschichte er erforschen musste. Das klingt nach einer kreativen Methode, um die Geschichte lebendig zu machen und das Interesse der Schüler zu wecken!

Erfolg beim Businessmaster-Wettbewerb

Doch nicht nur im spirituellen Bereich konnte die Jugend glänzen. Das BORG Murau hat beim Bundesfinale des Wirtschaftsbrettspiel-Wettbewerbs Businessmaster einen Spitzenplatz erreicht. Dieses Finale fand an der Fachhochschule Wiener Neustadt statt und brachte rund 300 Schüler in 40 Teams aus sechs Bundesländern zusammen. Das Juniorteam des BORG Murau belegte einen respektablen fünften Platz im bundesweiten Vergleich. Besonders hervorzuheben ist Jana Köck, die als erfolgreichste Spielerin des Teams den siebten Platz erreichte, dicht gefolgt von Patricia Eichmann-Grasser auf Platz acht. Auch Leopold Auer-Edlinger schaffte es im Seniorbewerb auf den 14. Platz. Ein starkes Team, das eindrucksvoll gezeigt hat, wie wichtig unternehmerisches Denken und wirtschaftliche Prozesse sind!

Wallfahrten haben in der österreichischen Geschichte eine bedeutende Rolle gespielt. Im Mittelalter waren sie besonders populär, doch während der Reformationszeit wurden sie etwas in den Hintergrund gedrängt. Interessanterweise erlebten sie in der Gegenreformationszeit einen Aufschwung. Damals, um 1700, hatte nahezu jede kleinere Landschaft in Österreich einen Wallfahrtsort. Diese Tradition hat sich bis heute gehalten! Wallfahrten sind nicht nur spirituelle Reisen, sondern beeinflussen auch das Wirtschaftsgefüge und den Fremdenverkehr an den jeweiligen Orten – von Einkehrgasthäusern bis hin zu Devotionalienhandel.

In der heutigen Zeit sind Wallfahrten zu internationalen Pilgerstätten wie Rom oder Lourdes von großer Bedeutung. Auch die Fußwallfahrten, etwa nach Mariazell oder Santiago di Compostela, gewinnen zunehmend an Attraktivität. Hierzulande gibt es viele wichtige Wallfahrtsorte, die auf Gnadenbildern basieren, wobei die marianischen Wallfahrten die größte Gruppe darstellen. Das bedeutendste Marienheiligtum in Österreich ist Mariazell, bekannt als Magna Mater Austriae, und zieht jährlich viele Gläubige und Touristen an. Wallfahrten sind also mehr als nur ein religiöses Ritual; sie sind ein Teil unserer Kultur und Geschichte.

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Insgesamt zeigt sich, dass sowohl die spirituellen als auch die wirtschaftlichen Aspekte der Wallfahrten eine wichtige Rolle im Leben vieler Menschen spielen. Die Erlebnisse der Schüler in Gurk und beim Businessmaster-Wettbewerb sind wunderbare Beispiele dafür, wie Tradition und moderne Herausforderungen Hand in Hand gehen können.

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