Im Herzen von Judenburg, in der Obersteiermark, hat das Autohaus Neuper unter der Leitung von Nadine Neuper und ihrer Mutter Regine Neuper eine beeindruckende Transformation durchlaufen. Nach einem mehrmonatigen Umbau, der mit einer Investitionssumme von 1,2 Millionen Euro verbunden war, wurde das Autohaus Anfang März feierlich eröffnet. Der Umbau ist bereits der dritte seiner Art, der nach den Vorgaben von BMW durchgeführt wurde, um den modernen Anforderungen gerecht zu werden.
Regine Neuper übernahm 2004 die Geschäfte des im Jahr 1982 von Richard Neuper gegründeten Autohauses. Ihre Tochter Nadine unterstützt seit August des vergangenen Jahres das Unternehmen und bringt frischen Wind in das Marketing und Personalmanagement. Regine kümmert sich derweil um Controlling und Finanzen. Es ist recht ungewöhnlich, dass zwei Frauen an der Spitze eines Autohauses stehen, was sowohl für das Team als auch für die Kundschaft eine frische Perspektive mit sich bringt.
Modernisierung und Kundennähe
Der Umbau des Autohauses Neuper ging über die bloße Neugestaltung von Räumlichkeiten hinaus. Mit der Implementierung des neuen „Retail.Next“-Systems gehört das Autohaus zu den ersten fünf Händlern in Österreich, die auf dieses innovative Konzept umstellen. Dieses Konzept fokussiert sich auf eine „phygitale Customer Journey“, die digitale und physische Dienstleistungen miteinander verbindet. So werden zukünftig Online-Check-ins für Servicetermine angeboten, um den Kunden eine noch angenehmere Betreuung zu ermöglichen.
Ein wesentliches Merkmal der Neugestaltung ist das überarbeitete Schauraumkonzept. Anstelle einer Vielzahl von Fahrzeugen stehen nun weniger Autos im Raum, die jedoch deutlich besser inszeniert werden. Dies ermöglicht mehr Beratungszonen, die auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen. Diese moderne Präsentation wird durch die Enthüllung des neuen BMW iX3 unter einem schwarzen Tuch, durchgeführt von dem Verkäuferteam, besonders hervorgehoben. Probefahrten mit dem BMW iX3 sind ab dem 12. März möglich, was große Vorfreude bei den Kunden auslöst.
Ein Bekenntnis zur Region
Norbert Steinwidder, Regionalstellenobmann der Wirtschaftskammer, lobt die hohe Investitionssumme und hebt die positiven Impulse hervor, die das Autohaus für die Region ausstrahlt. Rund 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Autohaus beschäftigt, und um den Kundenservice weiter zu verbessern, werden derzeit zwei zusätzliche Mitarbeiter gesucht. Dies zeigt das Engagement von Regine und Nadine Neuper für die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Stärkung der lokalen Wirtschaft.
Frauen in Führungspositionen
Die Führung des Autohauses Neuper durch zwei Frauen ist ein positives Beispiel in einer Branche, die traditionell männerdominiert ist. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen hat sich in den letzten Jahren, insbesondere durch das Führungspositionen-Gesetz (FüPoG), signifikant erhöht. Dieses Gesetz, das 2015 in Kraft trat, zielt darauf ab, den Anteil von Frauen in Führungspositionen sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor zu steigern. Mit Regelungen wie der Mindestquote von 30% Frauen in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen wird eine Gleichstellung angestrebt, die auch in vielen anderen Bereichen positive Veränderungen bewirken soll.
Die Erfolge des Autohauses Neuper sind nicht nur ein Zeichen für unternehmerisches Geschick und Innovationskraft, sondern auch ein Schritt in Richtung Gleichstellung in der Arbeitswelt. Die Neuper-Frauen zeigen, dass es möglich ist, in einer männerdominierten Branche erfolgreich zu sein und gleichzeitig ein starkes Team aufzubauen, das gemeinsam an der Zukunft des Unternehmens arbeitet. Weitere Informationen zu den Entwicklungen in der Gleichstellung von Frauen in Führungspositionen finden Sie in den Berichten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Für die Region Murau stellt das Autohaus Neuper ein Beispiel für Innovation, Frauenpower und wirtschaftliches Engagement dar, das sowohl lokale als auch überregionale Bedeutung hat.