Heute ist der 10.03.2026, und in Liezen fand eine bemerkenswerte Veranstaltung unter dem Titel „Respekt & Raum – Betroffen. Bewusst. Betreut. Bestärkt.“ statt. Im Öblarner „Haus für Alle“ versammelten sich rund 70 Besucherinnen und Besucher, darunter viele Ärztinnen, Ärzte sowie Pädagoginnen und Pädagogen. Anlass war der Weltfrauentag, und organisiert wurde das Event von der Modellregion Liezen, unterstützt von den Soroptimistinnen Steirisches Ennstal. Ziel der Veranstaltung war es, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen zu beleuchten und Wege zur frühzeitigen Begegnung von Konflikten, psychischer Belastung und Gewalt aufzuzeigen.

Die Vorträge von Experten wie Lukas Wagner, der den Einfluss digitaler Medien auf das psychische Gleichgewicht thematisierte, und Günther Ebenschweiger, der über Mobbing und Cybermobbing referierte, fanden großen Anklang. Auch Mag.a Lena Enge sprach über psychische Gewalt und deren Auswirkungen, während Dr.in Daniela Habersatter-Theil und Dr. Klaus Theil die Rolle des Narzissmus im Alltag beleuchteten. Unter den Anwesenden befanden sich auch mehrere Vertreter der regionalen Politik, darunter Bürgermeister Franz Zach aus Öblarn und Vizebürgermeisterin Alexandra Rauch aus Gröbming. Die Veranstaltung verdeutlichte die Bedeutung von Prävention, Aufklärung und Vernetzung für ein respektvolles Zusammenleben. Nach den Vorträgen gab es einen regen Austausch zwischen den Besuchern sowie eine Präsentation regionaler Unterstützungseinrichtungen.

Digitale Medien und deren Einfluss

Digitalen Medien kommt in der heutigen Gesellschaft eine zentrale Rolle zu. Besonders in familiären, schulischen und gesellschaftlichen Debatten werden sie häufig thematisiert, vor allem in Bezug auf Kinder und Jugendliche. In Deutschland besitzen nahezu alle Jugendlichen ein eigenes Smartphone, was die Nutzung digitaler Plattformen für Spiele, sozialen Austausch, Kommunikation, Lernen und Gesundheitsförderung fördert. Während der COVID-19-Pandemie wurde eine verstärkte Nutzung dieser Medien durch Jugendliche festgestellt, die durch den Kontakt mit möglicherweise gefährdenden Inhalten auch Risiken birgt.

Etwa 5% der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind von Cybermobbing betroffen, was eng mit der psychischen Gesundheit verbunden ist. Die Computerspielstörung wurde bereits als erste Digitale-Medien-Nutzungsstörung (DMNS) in die ICD-11 aufgenommen und international als psychische Erkrankung anerkannt. Hierbei sind Jugendliche überproportional häufig betroffen, was zu signifikanten Beeinträchtigungen in ihrer psychischen Entwicklung führt. Die tägliche Nutzungszeit digitaler Medien übersteigt häufig die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfohlene maximale Zeit von 2,5 Stunden.

Prävention und Aufklärung

Die Veranstaltung in Liezen hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig der Austausch zwischen Fachleuten, Gemeinden und der Bevölkerung ist. Prävention beginnt im Alltag und ist essenziell, um den Herausforderungen, die die digitale Welt mit sich bringt, zu begegnen. Die Entwicklung und Verbreitung evidenzbasierter Präventions- und Behandlungsangebote sind notwendig, um eine gesunde Mediennutzung zu fördern und die Risiken, die mit digitaler Mediennutzung einhergehen, zu minimieren.

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Die positive Resonanz aus dem Publikum unterstreicht die Relevanz solcher Veranstaltungen für die Gesellschaft. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer betonten die Wichtigkeit eines respektvollen Miteinanders und die Notwendigkeit von Aufklärung über psychische Gesundheit sowie die Gefahren des Cybermobbings. Angesichts der aktuellen Herausforderungen, die digitale Medien mit sich bringen, ist es unerlässlich, dass solche Themen weiterhin im Fokus stehen.

Für weitere Informationen zu den Themen Psychische Gesundheit und digitale Medien können Sie diese Studie einsehen, die die Auswirkungen der digitalen Welt auf Kinder und Jugendliche beleuchtet.

Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die sich für ein respektvolles Miteinander und die Aufklärung in der Gesellschaft einsetzen. Die Modellregion Liezen hat mit dieser Veranstaltung wichtige Impulse gesetzt und wird auch in Zukunft eine zentrale Rolle in der Förderung des achtsamen Miteinanders spielen.