In Liezen tut sich was – und das nicht nur im übertragenen Sinne! Der Verkehr, der oft wie ein schleichender Bremsklotz wirkt, bekommt im März 2024 einen neuen Anstrich. Ein Strategieprozess zur Verkehrslösung wurde ins Leben gerufen, und das klingt vielversprechend. Die Stadtgemeinde Liezen, regionale Vertreter und Stakeholder haben sich zusammengetan, um die B 320, besser bekannt als die Ennstal Straße, auf Vordermann zu bringen. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit dieser wichtigen Verkehrsader zu steigern. Schließlich will man nicht nur im Stau stehen, sondern auch zügig ans Ziel kommen.

Die B 320 ist in sechs Module unterteilt, und jedes hat seine eigene Mission. Von der Kreuzung Ausseer Straße über die Ab- und Auffahrt zur Döllacherstraße bis hin zum Kreisverkehr Liezen Ost – da ist einiges zu tun! Doch die ersten beiden Module, die Kreuzung Ausseer Straße und die Döllacherstraße, tragen eher wenig zur Verbesserung bei. Die Hauptakteure haben sich auf die verbleibenden Module konzentriert und zwei Kombinationen für die zweite Stufe untersucht. Es geht um die „Fly-over mit Ampel“-Variante, die Module 3 bis 6 vereint. Klingt nach einem cleveren Plan, oder?

Die Details der Verkehrslösung

Diese empfohlene Variante hat einige interessante Eckpunkte. Eine Brücke (Fly-over) wird für die B 320 am Modul „Kreisverkehr Bellaflora“ gebaut. Das klingt fast nach einer kleinen Ingenieurskunst! Der Durchzugsverkehr von der A9 wird über die Brücke geleitet, während die restlichen Wege über den bestehenden Kreisverkehr führen. Die Module „Kreuzung McDonalds“ und „Kreuzung Huemer“ werden dafür optimiert und auf vier Spuren erweitert. Und damit auch die Radfahrer und Fußgänger nicht zu kurz kommen, sind durchgehende Geh- und Radwegverbindungen eingeplant. Das lässt die Herzen von Verkehrssicherheit- und Umweltliebhabern höher schlagen!

Doch wie sieht es mit der Zeitersparnis aus? Werktags können Autofahrer mit durchschnittlichen Einsparungen von 44 Sekunden Richtung Westen und 46 Sekunden Richtung Osten rechnen. Am Samstag sind es immerhin 33 Sekunden in beiden Richtungen. An Sonn- und Feiertagen bleibt die Zeitersparnis allerdings aus, was die Frage aufwirft, ob sich die Investitionen für diese Tage wirklich lohnen. Apropos Investitionen: Die geschätzten Baukosten für die Module belaufen sich auf satte 38,90 Millionen Euro. Da kommen Verkehrslandesrätin Claudia Holzer und Bürgermeisterin Andrea Heinrich ins Spiel – beide haben ihre Bedenken geäußert, ob die hohen Kosten in einem vertretbaren Verhältnis zu den erwarteten Verbesserungen stehen.

Ein Blick in die Zukunft

Was uns in der Mobilitäts- und Verkehrsplanung insgesamt bewegt, sind die Bedürfnisse einer breiten Bevölkerungsschicht. Die Herausforderungen in urbanen und ländlichen Räumen erfordern maßgeschneiderte Lösungen. Nachhaltigkeit ist das Zauberwort der Stunde: Wir wollen nicht nur von A nach B kommen, sondern das auch in einer umweltverträglichen Weise. Die Mobilitäts- und Verkehrsplaner*innen von Unternehmen wie Sweco setzen sich dafür ein, dass die Infrastruktur den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer gerecht wird – seien es Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger. Schließlich ist Mobilität nicht nur ein notwendiges Übel, sondern auch ein Schlüssel zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung.

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Die Machbarkeitsstudien, die in Liezen durchgeführt werden, sind entscheidend, um die technischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Aspekte von Infrastrukturprojekten zu prüfen. Es wird spannend zu sehen sein, wie die Planungen weiter voranschreiten und ob die angestrebten Ziele tatsächlich erreicht werden. Liezen könnte bald ein Vorbild für andere Gemeinden werden, wenn es darum geht, Mobilität clever und nachhaltig zu gestalten!

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