In der Steiermark gibt es einen Lichtblick für alle, die unter Kopfschmerzen und Migräne leiden. Tamara Brandstätter, eine engagierte Medizinstudentin an der Med Uni Graz, leitet das Team Steiermark der Selbsthilfeorganisation Kopfweh Österreich. Ihr Ziel ist es, das Bewusstsein für die Probleme von Migränebetroffenen zu schärfen und die oftmals unsichtbaren Leiden ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Denn in Österreich sind bis zu eine Million Menschen von Kopfschmerzen und Migräne betroffen – eine Zahl, die nicht nur erschreckend ist, sondern auch einen klaren Handlungsbedarf signalisiert.
Die Organisation Kopfweh Österreich vernetzt Betroffene und bietet nicht nur wertvolle Informationen, sondern auch Unterstützung, um das Gefühl der Isolation zu verringern. Viele Menschen fühlen sich oft allein gelassen oder unzureichend informiert über ihre Erkrankung. Hier setzt die Arbeit von Brandstätter und ihrem Team an: Sie möchten Betroffenen helfen, sich zu vernetzen und Informationen über Diagnosen und Therapieoptionen zu erhalten.
Ein Schritt in die Zukunft: Die Dreiländertagung Kopfschmerz
Ein bedeutendes Ereignis steht bevor: Die Teilnahme an der Dreiländertagung Kopfschmerz. Diese wichtige Veranstaltung im deutschsprachigen Raum zu Migräne und anderen Kopfschmerzerkrankungen bietet nicht nur einen Austausch mit Ärztinnen, Ärzten und Fachpersonen, sondern auch die Möglichkeit, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, die direkt in die Arbeit von Kopfweh Österreich einfließen sollen. Brandstätter, ihre Kollegin Joy und Barbara aus Niederösterreich vertreten die Organisation auf dieser Tagung und machen sich stark dafür, das Thema in der Öffentlichkeit präsenter zu machen.
Es ist nicht zu leugnen, dass Migräne und Spannungskopfschmerzen laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den häufigsten Erkrankungen weltweit gehören. In der Tat verbringen über 356 Millionen Menschen mehr Tage ihres Lebens mit Kopfschmerzen als ohne. Daher ist es umso wichtiger, dass Organisationen wie Kopfweh Österreich aktiv sind und Betroffenen helfen, neue Kraft und Hoffnung zu finden.
Veranstaltungen für Betroffene in Graz und der Steiermark
Um die Aufklärung und den Austausch weiter voranzutreiben, hat Kopfweh Österreich bereits mehrere Veranstaltungen in Graz und der Steiermark geplant. Am 20. April 2026 findet ein Infoabend zum Thema „Physiotherapie bei Migräne – Was macht Sinn? Was macht weniger Sinn?“ statt. Anschließend gibt es am 11. Mai 2026 einen Erfahrungsaustausch mit Tamara Brandstätter und Kati Fortmüller. Den Abschluss bildet ein Vortrag am 15. Juni 2026, wo es um die natürliche Behandlung von Migräne gehen wird, geleitet von DI Katharina Müller.
Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist nicht nur eine Chance für Betroffene, Informationen zu erhalten, sondern auch eine Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen und so das Gefühl der Isolation zu verringern. Interessierte können sich ganz einfach unter kopfwehoesterreich.stmk@gmail.com anmelden.
Der Weg zur Besserung
Kopfschmerzen sind nach Schlaganfall und Demenz der dritthäufigste Grund für den Verlust gesunder Lebensjahre. Trotz dieser alarmierenden Zahlen suchen rund 50 Prozent der Migränepatient:innen nie ärztliche Hilfe. Die Selbsthilfeorganisation Kopfweh Österreich, die seit 2007 Aufklärungsarbeit leistet, bietet sowohl Online- als auch Präsenzveranstaltungen in allen Bundesländern an. Der Austausch mit anderen Betroffenen und die Informationen zu Therapieoptionen können entscheidende Schritte in Richtung einer besseren Lebensqualität sein.
Hilfe zu suchen und anzunehmen wird als Zeichen von Stärke betrachtet. Dieses Motto zieht sich durch die Arbeit von Kopfweh Österreich und ist auch in den zahlreichen Veranstaltungen zu spüren. Denn gemeinsam kann man die Herausforderungen besser meistern und das Gefühl von Isolation überwinden.
Für alle, die sich intensiver mit dem Thema befassen möchten, gibt es den Gesundheitsratgeber „Kopfschmerz. Richtig zuordnen und gezielt behandeln“, der auf 240 Seiten praktische Informationen und wissenschaftliche Erkenntnisse bietet. Ein wertvolles Nachschlagewerk für Betroffene, deren Angehörige und alle, die mit der Thematik in Berührung kommen.