In Leoben hat ein Waldbrand am Eisenerzer Pfaffenstein die Einsatzkräfte seit Montagnachmittag in Atem gehalten. Die ersten Notrufe gingen um 16 Uhr bei der Leitstelle „Florian Leoben“ ein. Die Flammen wüteten auf einer Fläche von etwa 200 m² und sorgten für ein reges Treiben unter den Feuerwehrleuten. Zahlreiche Feuerwehren, darunter die FF Eisenerz und die Betriebsfeuerwehr VA Erzberg, sowie zwei Hubschrauber waren im Einsatz, um dem Feuer Herr zu werden.
Besonders herausfordernd war das Gelände, das den Zugang für die Feuerwehrkräfte erheblich erschwerte. Da kam die Luftunterstützung gerade recht – mit einem Hubschrauber des Bundesministeriums für Inneres und einem weiteren von „Heli Austria“ wurde schnell eingegriffen. Am Montag waren rund 65 Einsatzkräfte vor Ort, am Dienstag kamen weitere 30 hinzu. Die FF Leoben-Göss unterstützte mit einem HLF 4, während der ÖAMTC die Treibstoffversorgung für die Hubschrauber sicherstellte. Ein reger Austausch unter den Teams war unverzichtbar – die Koordination übernahm Waldbrandsachverständiger Peter Ondrich.
Ein langer Kampf gegen die Flammen
Die aktiven Löscharbeiten konnten am Dienstag gegen 13 Uhr eingestellt werden. Doch ein offizielles „Brand aus“ gab es noch nicht – die Gefahr war einfach zu groß. Mit Wärmebildkameras wurde die Umgebung kontrolliert, und es war klar, dass Glutnester jederzeit wieder aufflammen könnten. Um auf Nummer sicher zu gehen, sind für die kommenden Tage Drohnenflüge zur weiteren Kontrolle geplant. Ein bisschen wie ein ständiger Schatten, der über dem Gebiet schwebt.
Ähnlich dramatische Szenen spielten sich zur gleichen Zeit im deutschen Friesenhagen ab, wo ein Waldbrand am Freitagabend ausbrach. Über 450 Einsatzkräfte waren dort im Einsatz, darunter Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Polizei. Die Zusammenarbeit wurde von Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Björn Jestrimsky gelobt. In einem unwegsamen und steilen Gelände, in dem viel Holz lag, mussten zahlreiche Glutnester mühsam händisch auseinandergezogen und mit Wasser abgelöscht werden. Auch hier war ein Lösch-Hubschrauber im Einsatz. Die Ursache des Brandes bleibt bis heute unklar, und die Ermittlungen laufen.
Die Natur im Fokus
Solche Vorfälle werfen ein Licht auf die Gefahren, die die Natur in sich birgt. Es ist erstaunlich, wie schnell sich ein Feuer ausbreiten kann. Und während die Einsatzkräfte ihr Bestes geben, um die Flammen zu bändigen, bleibt der Mensch oft machtlos gegenüber der Wucht der Natur. Die Brände sind nicht nur ein Thema der Gegenwart, sie sind auch ein Hinweis darauf, wie wichtig es ist, das Thema Waldbrandprävention ernst zu nehmen. Die ständige Bereitschaft der Feuerwehren und Hilfsorganisationen ist unverzichtbar. Sie stehen bereit, um uns vor der Zerstörung durch das Feuer zu schützen – und das oft unter extremen Bedingungen.