Am 1. März 2026 gibt es Neuigkeiten aus der Gesundheitslandschaft in Leoben. Die Abteilung für Innere Medizin am LKH Hochsteiermark-Standort Leoben wird durch die Auflösung ihrer Departments umgestaltet. Diese Entscheidung wurde von der Generalversammlung der KAGes getroffen. Die bestehende Struktur umfasst derzeit zwei Departments: Innere Medizin und Intensivmedizin sowie Gastroenterologie und Hepatologie. An beiden Departments stehen insgesamt 82 Betten zur Verfügung, deren Anzahl und Leistungsspektrum unverändert bleiben. Heinrich Leskowschek, der das Department für Gastroenterologie und Hepatologie leitet, wird auch weiterhin die Abteilung für Innere Medizin führen. Die Neuausschreibung des Primariats für Innere Medizin erfolgt noch in diesem Jahr. Weitere Informationen zu dieser Umstrukturierung finden Sie in einem Artikel der Kleinen Zeitung.

Inmitten dieser Veränderungen wird Dr. Otmar Schindler als neuer Leiter der Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie am LKH Hochsteiermark vorgestellt. Gesundheitslandesrat Dr. Karlheinz Kornhäusl hebt in seiner Ankündigung die Kompetenz und Erfahrung Schindlers hervor. Diese Ernennung kommt zeitgleich mit dem Bau eines modernen Herz-Lungen-Zentrums am Standort Bruck, das für die Obersteiermark von großer Bedeutung sein wird. Auch Klubobmann Marco Triller und KAGes-Vorstandsvorsitzender Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h.c. Gerhard Stark betonen die Bedeutung von Schindlers Vernetzung und Expertise für die Sicherung der Versorgungsqualität. KAGes-Vorstand für Finanzen und Technik, Mag. DDr. Ulf Drabek, merkt an, dass Schindler eine Schlüsselrolle im Transformationsprozess am LKH Hochsteiermark spielen wird. Weitere Details dazu sind in der KAGes zu finden.

Gesundheitsreform als Hintergrund

Die aktuellen Umstrukturierungen in der Gesundheitsversorgung stehen im Kontext einer umfassenden Gesundheitsreform in Österreich. Diese Reform hat das Ziel, eine hochwertige medizinische Versorgung sicherzustellen und Probleme im Gesundheitssystem zu bekämpfen. Sie stellt die größte Strukturreform seit Jahrzehnten dar und wird im Rahmen des Finanzausgleichs mit den Bundesländern sowie der Sozialversicherung verhandelt. Der Bund hat zugesichert, bis 2028 jährlich über 2 Milliarden Euro für Gesundheit und Pflege bereitzustellen, insgesamt stehen somit 14 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Reform umfasst auch Maßnahmen zur Stärkung des niedergelassenen Bereichs und zur Verbesserung der Versorgungsqualität. Dies könnte auch die Situation am LKH Hochsteiermark positiv beeinflussen.

Ein zentrales Anliegen der Gesundheitsreform ist die Reduzierung der hohen Kosten durch eine Überlastung der Spitäler. Angesichts einer alternden Gesellschaft und einem Mangel an Kassenärzt:innen sind flexible Lösungen gefragt, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Die Reform zielt darauf ab, die Struktur der Spitäler zu modernisieren, digitale Angebote auszubauen und die Gesundheitsförderung sowie die Vorsorge zu stärken. Dies wird durch zusätzliche Mittel und Maßnahmen unterstützt, die darauf abzielen, eine wohnortnahe Versorgung zu gewährleisten und die Patientenversorgung zu optimieren. Weitere Informationen zur Gesundheitsreform sind auf der Webseite des Sozialministeriums zu finden.