In Wald am Schoberpaß gibt es Grund zur Freude! Die Freiwillige Feuerwehr hat in diesem Jahr die MeinBezirk Maibaum-Challenge gewonnen. Ein Maibaum, der in seiner Pracht kaum zu übersehen ist, mit einer Höhe von knapp 32 Metern, steht nun stolz im Dorf. Seit 35 Jahren kümmern sich die Feuerwehrleute um diesen Baum – ein echtes Stück Tradition! Gesponsert wurde das gute Stück von der Weidegenossenschaft Melling, und das ist nicht nur ein einfacher Baum, sondern ein Symbol für Gemeinschaft und Brauchtum.

Am 30. April, dem Tag vor dem großen Aufstellen, wird der Baum ausgesucht. Ein spannender Moment, der von den Feuerwehrleuten mit viel Sorgfalt und Geschick durchgeführt wird. Sie sind es auch, die für das Fällen und den Transport des Baumes verantwortlich sind. Der Kran der FF Kammern kommt dann zum Einsatz, um den Maibaum aufzustellen – ein beeindruckender Anblick! Und wenn man dann noch die Patinnen der Feuerwehr sieht, die mit viel Liebe beim Kranzbinden helfen, wird klar, wie viel Herzblut in dieser Tradition steckt.

Die Maibaumtradition in Österreich

Der Maibaum ist nicht nur ein Baum; er ist ein Erlebnis! Vorbereitungen laufen in vielen Dörfern, und es wird fleißig gewerkelt. Der Baum, meist eine Fichte oder Tanne, wird grün gefällt und dann vorbereitet. Die Rinde wird abgenommen und der Stamm liebevoll behandelt. Oft wird der Baum sogar von einer regionalen Bauernfamilie gespendet – ein weiteres Beispiel für Dorfgemeinschaft. In Bayern wird er traditionell weiß-blau gestrichen, und das Ringeln erfordert Geschick. Währenddessen wird der Baum rund um die Uhr bewacht, oft von den Dorfbewohnern selbst. Kleine Wachlager entstehen, wo man gemütlich zusammen sitzt und sich mit Brotzeit und Gesprächen versorgt. Wenn man dann mal unaufmerksam ist, kann der Baum schneller weg sein, als man schauen kann!

Das Aufstellen des Maibaums am 1. Mai ist ein Spektakel für sich. Es erfordert Kraft, Koordination und jede Menge helfende Hände. Organisiert von lokalen Vereinen, wie dem Burschenverein oder der Freiwilligen Feuerwehr, wird das Ganze zu einer großen Feier. Musikalische Begleitung, Tanz und gutes Essen gehören dazu. In Wald am Schoberpaß wird das Aufstellen des Maibaums von einer Veranstaltung mit Musik umrahmt – ein Fest für die Sinne!

Ein Blick auf die Tradition des Maibaumklauens

Und dann gibt es da noch den Brauch des Maibaumklauens! Ein Spiel, bei dem Nachbardörfer versuchen, den Baum zu stehlen. In Österreich gilt ein Baum erst als gestohlen, wenn er vollständig umgelegt oder abtransportiert wurde. Vor dem Aufstellen wird der Baum bewacht – manchmal sogar mit Hilfe von Feuerwehrfahrzeugen und Alarmanlagen. Denn ein unaufmerksamer Moment kann zu einem feucht-fröhlichen Fest für die Diebe führen, bei dem das Dorf den Baum mit Bier und Brotzeit auslösen muss. So wird der Maibaum zum Symbol für Gemeinschaft, Tradition und ein bisschen Wettbewerb – das sorgt für spannende Geschichten!

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Bürgermeister Marc Landl sieht den Sieg der Feuerwehr nicht nur als Auszeichnung, sondern auch als Anerkennung für die Tradition. In den letzten 35 Jahren gab es kaum Zwischenfälle mit Maibaumdieben – ein Glück, das dieses Jahr hoffentlich anhält! Und während der Trachtenverein „Steirerherzen Seegraben“ den zweiten Platz belegt, zeigt sich, wie wichtig die Weitergabe von Traditionen ist. Das Zusammenkommen wird zum Erlebnis, das die Dorfgemeinschaft stärkt.

In einer Zeit, in der die Welt immer schneller wird, ist es umso wichtiger, solche Traditionen am Leben zu halten. Der Maibaum steht nicht nur für einen Baum, sondern verbindet Generationen und erzählt Geschichten, die weit über das Aufstellen hinausgehen. Und wenn man in diesen Tagen durch Wald am Schoberpaß spaziert, kann man die Vorfreude auf das Maifest schon fast riechen – eine Atmosphäre voller Gemeinschaft, die das Herz berührt.