Die steirische Eisenstraße ist derzeit in aller Munde: Die 5. Erzbiennale steht vor der Tür und feiert mit einer besonderen Ausstellung ihr zehnjähriges Bestehen. Bis zum 27. Juni kann man in Leoben-Hinterberg die faszinierende Kunst der Region erleben. Im Foyer der AT&S in der Fabrikgasse 18 werden die Werke von zehn kreativen Köpfen präsentiert und laden dazu ein, die kulturellen und historischen Aspekte der Steiermark neu zu entdecken. So berichtet meinbezirk.at, dass sich das Industrieunternehmen AT&S in seiner besonderen Rolle als Partner in diesem kreativen Prozess öffnet und gleichzeitig mit der renommierten Ars Electronica kooperiert.
Der Kurator der Ausstellung, Albert Ecker, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Rolle von Vergangenheit und Gegenwart für die Zukunft in den Mittelpunkt zu stellen. Durch die interaktive Kunst wird ein Dialog eröffnet, der sowohl Kunstfreunde als auch Neulinge ob der eindrucksvollen Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Robert Berger, Violetta Gozhelova und Annegret Liebminger anspricht.
Kulturelle Vielfalt und Zusammenarbeit
Die Erzbiennale ist nicht nur ein Highlight im steirischen Kulturkalender, sondern auch ein Beweis für die starke Zusammenarbeit zwischen Kunst und Industrie. „Wir wollen mit der Ausstellung die kulturellen Gegebenheiten der Region sichtbarer machen,“ erklärt Albert Ecker. Unterstützt wird dieses Unterfangen vom Verein Steirische Eisenstraße sowie vom Land Steiermark, das Kultur, Europa und Sport fördert.
Doch die Erzbiennale ist blos ein Teil eines größeren kulturellen Plans. Der Verein Steirische Eisenstraße entwickelt das Sommerfestival „Kultur an der Eisenstraße“ weiter, um neue Impulse zu setzen und das Kulturimage der Region zu verjüngen. Dabei werden ungewöhnliche Kulturräume, etwa denkmalgeschützte Innenhöfe, revitalisiert und mit spannenden Veranstaltungen, wie dem „Innercourtyard Festival“, belebt.
Ein Beitrag zur Bewahrung des Erbes
Aber nicht nur die zeitgenössische Kunst hat ihren Platz: Auch die Bewahrung des immateriellen Bergbaukulturerbes wird ernst genommen. Zu den geplanten Maßnahmen gehört die filmische Dokumentation traditioneller Bergmannstänze und die Tonaufnahme des „Eisenstroß´n“-Songs. Die Musik und Geschichten der Region sollen so für die nachfolgenden Generationen gesichert werden. Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und verspricht eine Vielzahl an interessanten Angeboten für die Bewohner:innen.
Die Erzbiennale ist somit nicht nur eine Plattform für Künstler:innen, sondern auch ein Forum, um die Gemeinschaft zu stärken und das reiche Erbe der Steirischen Eisenstraße für die Zukunft lebendig zu halten. Wer sich für Kunst und Kultur interessiert, sollte sich die Gelegenheit auf keinen Fall entgehen lassen: Eine Veranstaltung, die nicht nur inspiriert, sondern auch zum Nachdenken anregt.
Für weitere Informationen besuchen Sie die Seite der Erzbiennale unter veranstaltungen-eisenstrasse.at oder die Website der Steirischen Eisenstraße.