Heute ist der 22.07.2026 und in Leibnitz, genauer gesagt in der Grazer Straße 170, gibt es Neuigkeiten, die für die Region von Bedeutung sind. Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) hat bekannt gegeben, dass die Kilger KG ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet hat. Ein Schritt, der nicht nur für das Unternehmen selbst, sondern auch für die Gläubiger und die lokale Wirtschaft von Relevanz ist. Die Kilger KG, gegründet am 13. April 2017, steht momentan unter der Aufsicht der KWP Insolvenzabwicklungs GmbH, die als Insolvenzverwalter fungiert.

Die Situation ist nicht neu für die Kilger-Gruppe; bereits zuvor wurden mehrere Insolvenzverfahren über ihre Gesellschaften eröffnet. Johann Kilger, der persönlich haftende Gesellschafter, sieht sich mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Die Gründe für die Insolvenz sind vielschichtig. Hauptfaktor war die Fälligkeit der Kreditlinien durch die finanzierenden Banken, die aufgrund der Insolvenzen innerhalb der Gruppe in die Bredouille geraten sind. Man könnte sagen, die Welle von Pleiten hat die gesamte Gruppe mitgerissen.

Ein Blick auf die Zahlen

Die Verbindlichkeiten der Kilger KG belaufen sich auf rund 2,679 Millionen Euro. Darunter sind etwa 2,447 Millionen Euro Bankverbindlichkeiten sowie rund 224.000 Euro gegenüber der Domaines Kilger GmbH & Co KG. Das Unternehmen beschäftigt keine Dienstnehmer, was die Situation etwas vereinfacht, aber dennoch bleibt ein gewisses Risiko bestehen. Auf der anderen Seite stehen zwei Liegenschaftsobjekte in Leibnitz und Heimschuh, die monatliche Mieteinnahmen von 5.650 Euro netto generieren und mit rund 2,5 Millionen Euro bewertet sind. Ein kleiner Lichtblick inmitten der dunklen Wolken.

Die Insolvenzgläubiger dürfen auf eine Sanierungsplanquote von 30 % hoffen, zahlbar innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Plans. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht nicht berauschend, aber immerhin gibt es eine Perspektive. Die Finanzierung soll durch die Verwertung der Liegenschaftsobjekte erfolgen, und optimistischerweise wird erwartet, dass auch unbesicherte Gläubiger teilweise befriedigt werden können. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, und das gilt auch hier.

Wichtige Termine im Verfahren

Die nächsten Schritte im Verfahren sind entscheidend. Die Anmeldefrist für die Gläubiger läuft bis zum 10. September 2026. Die Gläubigerversammlung findet am 6. August 2026 um 12.15 Uhr statt. Hier werden die Weichen gestellt, ob und wie der Sanierungsplan akzeptiert wird. Ein paar Wochen später, am 24. September 2026, steht die Berichts- und Prüfungstagsatzung an, gefolgt von der Sanierungsplantagsatzung am 8. Oktober 2026. Alles ist sehr eng getaktet und der Druck ist hoch. Forderungsanmeldungen können bereits jetzt über den AKV durchgeführt werden.

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Es bleibt abzuwarten, wie der Verlauf der Sanierung aussehen wird. Die Kilger KG steht vor der Herausforderung, die Gläubiger von ihrem Plan zu überzeugen und gleichzeitig das Unternehmen zu stabilisieren. In Zeiten wie diesen ist es wichtig, nicht den Mut zu verlieren. Die Region blickt gespannt auf die Entwicklungen und hofft auf eine positive Wendung für die Kilger KG.

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