In der malerischen Region Hartberg-Fürstenfeld, wo Tradition und Moderne Hand in Hand gehen, wurde ein neuer Meilenstein im Tischlerhandwerk gesetzt. An der Landesberufsschule Fürstenfeld (LBS) wurde kürzlich ein hochmodernes CNC-Bearbeitungszentrum feierlich eröffnet. Diese Anlage, die zu den fortschrittlichsten in ganz Österreich zählt, kommt vom italienischen Hersteller Biesse und ist wirklich einzigartig in ihrer Ausstattung. Wer hätte gedacht, dass die Zukunft des Tischlerhandwerks so viel High-Tech mit sich bringen würde?

Ein vollautomatisierter Arbeitstisch mit einer Breite von 1,6 m und einer Länge von 4,8 m sorgt für effiziente Arbeitsabläufe. Der um 360 Grad drehbare Bohrkopf und die hochentwickelte 3D-Frässoftware ermöglichen eine präzise sowie vielseitige Verarbeitung von Holz und Holzwerkstoffen. Was besonders beeindruckend ist: Die Arbeitsschritte können gleichzeitig und nicht nacheinander ausgeführt werden. So wird das Handwerk nicht nur schneller, sondern auch kreativer.

Ein feierlicher Anlass

Bei der offiziellen Inbetriebnahme ließ sich die Schulleitung nicht lumpen. Bildungslandesrat Mag. Stefan Hermann, Bürgermeister Franz Jost, Vizebürgermeister Roland Gogg und Landtagsabgeordneter Luca Geistler waren anwesend, um diesem bedeutsamen Ereignis beizuwohnen. Stadtpfarrer Mag. Alois Schlemmer erteilte den Segen, und das Lehrerkollegium sowie alle Projektbeteiligten wurden für ihre Unterstützung gelobt. Die Lehrer Daniel Schantl und Ing. Harald Maier begleiteten das Projekt mit viel Engagement und Leidenschaft.

Ein Highlight der Veranstaltung war die Demonstration, bei der in nur vier Minuten ein Holzbecher hergestellt wurde. Das Publikum war sichtlich beeindruckt von der Schnelligkeit und Präzision, die diese moderne Technologie ermöglicht. Investitionen in die Lehrlingsausbildung sind entscheidend, um die zukünftigen Generationen optimal auf die Herausforderungen im Tischlerhandwerk vorzubereiten.

Die Zukunft der Ausbildung

Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Weiterbildung wird im Bereich CNC-Technik immer wichtiger. Das bfw – Unternehmen für Bildung bietet verschiedene Kurse an, die sich speziell an den Metallbereich richten. Hier können Teilnehmer klassische Verfahren wie konventionelles Drehen und Fräsen erlernen, aber auch moderne Fertigungstechniken wie die CNC-Programmierung nach DIN 66025 und Heidenhain. Additive Fertigungsverfahren wie 3D-Druck sind ebenfalls Teil des Angebots – und das ist nur der Anfang.

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Für all jene, die sich neu orientieren oder in die gewerblich-technischen Berufe einsteigen möchten, gibt es spezielle Angebote wie den Technik Talent Check oder die Vorbereitung auf eine Umschulung in der Metalltechnik. Weiterbildung zur CNC-Fachkraft oder Montagehelfer:in sind ebenfalls mögliche Schritte auf der Karriereleiter. Die Vielfalt der Möglichkeiten ist einfach beeindruckend!

Ein Blick über die Grenzen

Das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) zeigt, wie wichtig die praktische Ausbildung ist. Seit 28 Jahren bilden sie Fachkräfte in der CNC-Technik aus – und das nicht nur theoretisch. Im Technikzentrum CNC/Metall/Elektro in Hannover wird Wert auf praxisnahe Schulungen gelegt. Hier lernen die Teilnehmer nicht nur am Computer, sondern auch direkt an den Maschinen. Es ist ein Ansatz, der zeigt, dass man mit den Händen arbeiten und gleichzeitig das Gehirn anstrengen kann. Wer sich für CNC-Programmierung und -Anwendung interessiert, findet hier die perfekte Anlaufstelle!

Es ist spannend zu sehen, wie sich die Ausbildungslandschaft verändert und wie die neuen Technologien das Handwerk bereichern. Die Kombination aus Tradition und Innovation wird auch in Zukunft die Basis für die Tischlerausbildung in der Steiermark bilden. Die nächsten Generationen von Tischlern werden mit einem Werkzeugkasten voller Möglichkeiten ausgestattet, die im Handwerk von morgen unerlässlich sind.