In Hartberg-Fürstenfeld gibt es ein wichtiges und berührendes Angebot, das vielen Familien mit kleinen Kindern eine große Stütze bietet. Jugend am Werk Steiermark hat sich auf die Fahnen geschrieben, Frühförderung für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und Behinderungen anzubieten. Ein Ansatz, der nicht nur sinnvoll, sondern auch unglaublich notwendig ist. Je früher die Unterstützung beginnt, desto besser sind die Entwicklungschancen der Kinder. Das ist ein bisschen wie beim Pflanzen von Setzlingen – je eher man sie in die Erde bringt, desto besser wachsen sie.
Nehmen wir als Beispiel die vierjährige Lena S. Sie hat das Licht der Welt etwas früher erblickt, was ihr Leben von Anfang an erschwert hat. Doch mit Unterstützung von Frühförderin Elisabeth Rauer durchquert sie nun mutig einen Hindernisparcours, der ihre Motorik und kognitive Entwicklung anregt. Da wird einem ganz warm ums Herz, wenn man sieht, wie kleine Erfolge gefeiert werden – das motiviert nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern! Und das Tolle: Die Frühförderung findet direkt im gewohnten Umfeld der Kinder statt. So bleibt alles vertraut und das Lernen fühlt sich ganz natürlich an.
Individuelle Förderung für jedes Kind
Ein ganz zentraler Punkt der Frühförderung ist die individuelle Anpassung an die familiären Gegebenheiten. Die Frühförderinnen fungieren quasi als „Übersetzerinnen“ für medizinische Fachbegriffe – da wird den Eltern so manches Mal ein Licht aufgeht! Diese wertvolle Unterstützung ist besonders wichtig, denn oft sind es die kleinen Dinge, die große Auswirkungen haben. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten, Logopäden und anderen Fachkräften sorgt dafür, dass die Kinder umfassend gefördert werden. Es wird also nicht nur an den Stärken gearbeitet, sondern auch daran, dass die Kinder ihre Schwächen überwinden.
Die Frühförderung startet in der Regel bereits im ersten Lebensjahr. Das hat einen guten Grund: Die Neuroplastizität des kindlichen Gehirns ermöglicht es, dass neue Verbindungen und Fähigkeiten schneller und nachhaltiger gefördert werden können. Eltern, die sich Sorgen um die Entwicklung ihres Kindes machen, sollten nicht zögern, ihren Kinderarzt anzusprechen und einen Antrag auf Frühförderung bei der Bezirkshauptmannschaft zu stellen. Und das Beste daran: Das Angebot ist kostenlos, sobald ein positiver Bescheid vorliegt.
Die Bedeutung von Früherkennung
Früherkennung und frühe Förderung sind von zentraler Bedeutung, um Beeinträchtigungen zu vermeiden oder deren Folgen zu mildern. Für Kinder mit (drohender) Behinderung im Alter von null bis sechs Jahren gibt es spezielle Angebote, die darauf abzielen, diese kleinen Menschen und ihre Familien bestmöglich zu unterstützen. Dabei arbeiten Fachkräfte aus verschiedenen Disziplinen in interdisziplinären Frühförderstellen und sozialpädiatrischen Zentren Hand in Hand. Ein echter Teamgeist, der den kleinen Schätzen zugutekommt!
Die Familienorientierung ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Frühförderung. Hier wird nicht nur das Kind in den Mittelpunkt gestellt, sondern auch die gesamte Familie. Es ist schließlich das familiäre Umfeld, das großen Einfluss auf die Entwicklung hat. Eltern können sich auf zahlreiche Leistungen freuen, die medizinische, psychologische, pädagogische und soziale Hilfen umfassen – von Krankengymnastik bis hin zu Logopädie. Und wenn’s mal nicht weitergeht, gibt es auch niedrigschwellige Beratungsangebote, die schon vor einer ersten Diagnostik helfen können. So bleibt niemand allein mit seinen Sorgen.
Die Informationen über die Frühförderstellen sind über Kinderärzte, Gesundheitsämter oder sogar Online-Suchmaschinen leicht zu finden. Es ist wichtig zu wissen, dass es regionale Unterschiede hinsichtlich der Anzahl und Art der Frühförderstellen gibt. Aber das sollte kein Hindernis sein, denn das Ziel ist es, die Kinder bestmöglich zu unterstützen. Das ist schließlich eine gemeinsame Aufgabe, die uns alle angeht.