In Graz wird die Zukunft des Lernens mit großen Schritten vorangetrieben. Bürgermeisterin-Stellvertreterin Judith Schwentner unterstreicht die Bedeutung von grünen, einladenden Schulumgebungen, die nicht nur das Lernen fördern, sondern auch ein Wohlfühlklima schaffen. Ein Paradebeispiel für diese Vision ist die neue Volksschule (VS) Fischerau, die in budgetär schwierigen Zeiten hohe Ansprüche erfüllt. Sie wird mit begrünten Dächern, effektiver Regenwassernutzung und innovativer Photovoltaik ausgestattet. Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner spricht von der Vision, dass alle Kinder in Graz ihre Talente entfalten können, und das Schulausbauprogramm GRIPS soll moderne Bildungsräume schaffen, die bessere Bildungschancen bieten.

Der Neubau und die Erweiterung der VS Fischerau sind ein zentraler Bestandteil dieses Programms. Hohensinner betont die Notwendigkeit finanzieller Mittel für den raschen Ausbau, während Stadtbaudirektor Bertram Werle die Wichtigkeit von Wettbewerben für gute Architektur hervorhebt. Aus 82 Einreichungen wurde das beste Projekt für die VS Fischerau ausgewählt, das mit einer Holzbauweise und einer gelungenen Integration in das städtebauliche Umfeld überzeugt.

Moderne Lernräume für die Zukunft

Die VS Fischerau wird mit qualitätsvollen, beschatteten Außenräumen ausgestattet, die sensibel auf den bestehenden Standort eingehen. Abteilungsleiter Günter Fürntratt hebt das individuelle pädagogische Konzept hervor, das die Einbindung von Pädagog:innen in die Entscheidungsfindung fördert. Der Wettbewerbsentwurf bietet moderne Bildungszonen für verschiedene Lernsituationen und setzt auf Inklusion. Außenräume werden modern gestaltet, um Freude und Erfolg am Lernen zu fördern. Der Siegerarchitekt Thomas Vielnascher beschreibt die Schule als Raum für Begegnung und Inklusion, wobei helle Innenräume mit den Außenräumen verbunden werden und der Entwurf einem ökologischen Ansatz folgt.

Parallel dazu hat das Wiener Architekturbüro AD Architekten den Architekturwettbewerb zur Erweiterung der MS Straßgang gewonnen. Das Konzept respektiert den denkmalgeschützten Bestand und integriert moderne, klimafreundliche Anforderungen. Im Fokus steht hier ebenfalls die Verwendung von Holz, was zur Schule mit ihrem Schwerpunkt auf Holzverarbeitung passt. Der geplante Neubau wird entlang der südlichen Grundstücksgrenze errichtet und durch eine eingeschossige Verbindung mit dem Bestandsgebäude verbunden. Flexibles Raumdesign wird den unterschiedlichen Bedürfnissen der Schüler gerecht und berücksichtigt sowohl moderne als auch inklusive Kriterien.

Nachhaltigkeit als Leitprinzip

Das Siegerprojekt der MS Straßgang überschreitet die Klimaaktiv-Anforderungen für Heizwärme, Primärenergiebedarf und CO₂-Ausstoß. Eine Photovoltaikanlage auf dem begrünten Dach und die Nutzung von Fernwärme unterstützen das nachhaltige Gesamtkonzept. Ein großzügiger Schulhof, der auch von der benachbarten Volksschule genutzt wird, bietet Platz für Erholung und kreative Entfaltung, ergänzt durch eine Dachterrasse und geschützte Bereiche für Partnerklassen. Die Kapazität des Neubaus umfasst 12 MS-Klassen, 2 PTS-Klassen sowie 2 Partnerklassen und die geplanten Kosten belaufen sich auf etwa 28,5 Millionen Euro. Der Baustart ist für 2026 angesetzt, mit einer geplanten Fertigstellung im Jahr 2028.

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In einem größeren Kontext zeigt das Netzwerk Nachhaltige Unterrichtsgebäude des Bundes, wie wichtig nachhaltige Planung, Bau und Betrieb von Schul- und Hochschulgebäuden sind. Eine neue Website bündelt Wissen und zeigt beispielgebende Neubau- und Sanierungsprojekte auf. Themen wie bautechnische Lösungen für effizienten Energieumgang, der Einsatz erneuerbarer Energien und die Gestaltung funktionaler Lernumgebungen stehen hier im Fokus. Mit einem Bewertungssystem für nachhaltiges Bauen (BNB) wird die Netzwerkarbeit fachlich untermauert, und regelmäßige Treffen fördern den Austausch der Akteure. Das Netzwerk, das 2020 ins Leben gerufen wurde, umfasst etwa 230 Mitglieder und bietet eine Plattform für Diskussionen und Wissenstransfer.

Insgesamt zeigt Graz, dass es mit innovativen und nachhaltigen Schulprojekten auf dem richtigen Weg ist. Der Fokus auf moderne Lernräume und die Förderung von Inklusion und Nachhaltigkeit sind nicht nur zukunftsweisend, sondern auch ein Zeichen dafür, dass Bildung in der Stadt eine hohe Priorität hat.