Heute, am 23.07.2026, fand in Graz ein ganz besonderes Event statt, das nicht nur für Feinschmecker interessant war. Der bekannte Starkoch Johann Lafer kehrte an den Ort zurück, an dem alles begann – im „Gösser Bräu“, wo er vor 50 Jahren seine Lehrzeit absolvierte. Ein Moment voller Nostalgie, der nicht nur in Lafer, sondern auch in vielen Anwesenden Erinnerungen weckte. Denn, wer hätte gedacht, dass eine Narbe am linken Zeigefinger so viel erzählen kann? Für Lafer ist sie ein lebendiges Zeugnis seiner Lehrzeit, als er sich bei einem Unfall mit einer Schneidmaschine verletzte. Die damalige Chefin, Erika Wagner, war sofort zur Stelle und brachte ihn persönlich ins Krankenhaus. Solche Menschen prägen einen.

In seiner Rede sprach Lafer über die Bedeutung von qualitativ hochwertigen Zutaten in der Küche und deren Einfluss auf seine Karriere. Immer wieder betonte er, dass seine „gute Basis“ in der Küche seiner Mutter in St. Stefan im Rosental begann – ein Ort, wo die Liebe zum Kochen und die Wertschätzung für frische Produkte im Vordergrund standen. „Das Handwerk habe ich hier gelernt, aber vor allem den respektvollen Umgang mit Lebensmitteln“, sagte er. Seine Dankbarkeit für die Erfahrungen, die er in Graz und der Steiermark sammeln durfte, war unüberhörbar. Lafer hob hervor, dass harte Arbeit und eine fundierte Ausbildung für junge Menschen heute unerlässlich sind. „Die Chancen, die sich durch gute Ausbildung bieten, sind unbezahlbar!“, rief er beinahe leidenschaftlich.

Ein Blick zurück

Es ist schon beeindruckend, was in 50 Jahren alles passieren kann. Lafer, der als 16-Jähriger im Gösser begann, hat sich zu einem der bekanntesten Köche im deutschsprachigen Raum entwickelt. Er reflektierte über seinen Werdegang und die Herausforderungen, die er gemeistert hat. „Ich erinnere mich gut an die langen Tage und die Schweißperlen, die ich mir beim Kochen abgewischt habe“, schmunzelte er. „Aber es war jede Anstrengung wert.“ Die Rückkehr an diesen Ort war für ihn nicht nur eine Reise in die Vergangenheit, sondern auch eine Möglichkeit, jungen Köchen Mut zu machen, ihren eigenen Weg zu gehen.

Das „Gösser Bräu“ ist mehr als nur ein Restaurant. Es ist ein Teil der steirischen Kultur, ein Ort, wo Generationen zusammenkommen, um gutes Essen und gute Gespräche zu genießen. Lafer ließ keinen Zweifel daran, dass er die Werte, die er hier gelernt hat, auch heute noch lebt – in seinen Restaurants, seinen Kochkursen und seinen Kochbüchern.

Die Kraft der Erinnerungen

Die Narbe am Finger, die für den einen vielleicht nur eine kleine Verletzung ist, hat für Lafer einen tiefen symbolischen Wert. Sie erinnert ihn an seine Anfänge, an die Menschen, die ihn unterstützt haben, und an die Lektionen, die er in der Küche gelernt hat. „Es sind die kleinen Dinge, die uns prägen“, sagte er. „Jede Zutat, die wir verwenden, jede Technik, die wir lernen, und jeder Mensch, der uns auf unserem Weg begleitet.“

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Der Abend endete mit einem feierlichen Empfang, bei dem Lafer ein Gericht kreierte, das all diese Erinnerungen und Lektionen in sich vereinte. Die Gäste waren begeistert – und so mancher ließ sich sagen, dass er beim nächsten Besuch im „Gösser Bräu“ ganz besonders auf die kleinen Details achten wird. Denn wie Lafer so schön sagte, „die besten Gerichte sind die, die mit Liebe und Respekt zubereitet werden.“

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