In Graz gibt es bald eine regelrechte Erleichterung für all jene, die die wunderbare, aber oft herausfordernde Aufgabe der Hebammen übernehmen. Am 21. Mai hat der Grazer Gemeinderat beschlossen, dass Hebammen ab dem 4. Juni von Parkgebühren befreit werden. Das ist eine tolle Nachricht, die nicht nur die Arbeit der Hebammen würdigt, sondern auch das Leben vieler Familien erleichtert.

Die Regelung gilt für berufliche Autofahrten im Rahmen des Hebammengesetzes – also für Geburten, Hausbesuche zur Vor- und Nachsorge und sogar für Beratungsgespräche im Rahmen des Eltern-Kind-Passes. Das ist besonders wichtig, denn Hausbesuche sind oft unberechenbar und man weiß nie, wie schnell man von A nach B kommt. Bisher mussten sich viele Hebammen mit Parkgebühren und Strafzetteln herumschlagen. Das wird sich nun ändern.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Die Initiative zu dieser Regelung kam von der Grazer Hebamme Christine Rieger, die sich unermüdlich für die Belange ihrer Kolleginnen und Kollegen einsetzt. Bürgermeisterin Elke Kahr hat die Bedeutung dieser Regelung hervorgehoben und betont, wie wichtig es ist, die Arbeit von Hebammen zu unterstützen. Vizebürgermeisterin Judith Schwentner unterstrich ebenfalls, dass Hebammen oft unter Zeitdruck arbeiten und es entscheidend ist, dass sie schnell dorthin gelangen, wo sie gebraucht werden.

Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer hat die Notwendigkeit betont, die Arbeitsrealität von Hebammen zu berücksichtigen. Mit dieser Regelung wird ein weiterer Schritt zur Gleichstellung von Hebammen mit Ärzten und ambulanten Pflegediensten gemacht. Bisherige Lösungen in anderen Städten, wie etwa in Wien, wo Parkgebührenbefreiungen nur für Geburtshilfe galten, werden hier weit übertroffen. In Graz wird wirklich an die gesamte berufliche Tätigkeit nach dem Hebammengesetz gedacht, einschließlich Vor- und Nachsorgeleistungen.

Die praktische Umsetzung

Um die Befreiung von den Parkgebühren in Anspruch nehmen zu können, müssen die Fahrzeuge mit der offiziellen Tafel „Hebamme im Dienst“ sowie dem Amtssiegel des Österreichischen Hebammengremiums gekennzeichnet sein. Die Ausgabe dieser Tafeln erfolgt zentral über das Hebammengremium. Ein kleiner bürokratischer Schritt, der aber eine große Wirkung hat!

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Anna Maria Rath vom Österreichischen Hebammengremium hat erklärt, dass die Hebammen-Hausbesuche als Kassenleistung Familien in ihrer Lebenswelt unterstützen. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch ein Zeichen von Wertschätzung für die Arbeit, die sie leisten. Die neue Regelung soll die organisatorischen Hürden beseitigen, mit denen viele Hebammen konfrontiert waren. Die ständigen Parkprobleme und Strafzettel haben schließlich nur zusätzliche Belastungen geschaffen.

Mit der bevorstehenden Einführung dieser Regelung wird ein wichtiges Signal gesetzt: Die Arbeit von Hebammen ist wertvoll und verdient es, unterstützt zu werden. Und das nicht nur in Worten, sondern auch durch konkrete Maßnahmen, die das Leben von Hebammen und ihren Familien erleichtern. So kann man nur hoffen, dass viele andere Städte diesem Vorbild folgen werden und die wertvolle Arbeit der Hebammen in ganz Österreich anerkennen.