Am Griesplatz in Graz, wo die Luft am Nachmittag etwas stickig wird, hatte die Vizebürgermeisterin Judith Schwentner am Dienstag, den 2. Juni 2026, einen aufregenden Termin. Im Rahmen einer offenen Sprechstunde stellte sie das Wahlprogramm der Grünen für die kommende Gemeinderatswahl vor. Ein Treffen, das nicht nur die Neugier der Anwesenden weckte, sondern auch klare Visionen für eine grüne Zukunft für Graz präsentierte. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Stadtbegrünung und der Anpassung an den Klimawandel – Themen, die nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch dringend angepackt werden müssen.
Die Stadt Graz will widerstandsfähiger gegen die Hitze werden. Schwentner sprach von der Notwendigkeit, mehr Bäume zu pflanzen, Grünräume zu schaffen und schattige Plätze zu gestalten. Besonders hitzeanfällige Stellen wie der Griesplatz, der Jakominiplatz und der Europaplatz sollen umgestaltet werden. Ein neues Konzept sieht sogar eine verschärfte Baumschutzverordnung und einen verpflichtenden Grünflächenfaktor vor. Das klingt gut, oder? Aber da ist noch mehr! Die geplanten ökologischen Aufwertungen an der Mur und im Volksgarten könnten Graz zu einem noch attraktiveren Ort für alle machen. Eine verkehrsberuhigte Promenade und eine Kajakstrecke sollen dazu beitragen, dass man das Wasser mehr ins Stadtleben integriert.
Öffentlicher Verkehr und Nahversorgung
Ein weiteres wichtiges Thema, das Schwentner ansprach, ist der Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Neue Straßenbahnlinien sollen eingerichtet und die Kapazitäten im Öffi-Netz erhöht werden. Auch die Nightline-Angebote werden aufgestockt, sodass die Grazerinnen und Grazer auch nachts sicher nach Hause kommen können. Das Konzept der „15-Minuten-Stadt“ klingt dabei wie ein kleiner Traum: Alle wichtigen Einrichtungen wie Nahversorgung, Bildung und Freizeit sollen in nur 15 Minuten erreichbar sein. Wer möchte nicht in einer Stadt leben, wo man alles schnell und unkompliziert erreichen kann?
Ein weiterer Punkt, der die Zuhörer begeisterte, war die Verbesserung der Kinderbetreuung. Hier werden nicht nur neue Betreuungsplätze geschaffen, sondern auch der Betreuungsschlüssel verbessert. Das klingt nach einer echten Aufwertung für die Familien in Graz. Die Schaffung sicherer Schulwege und mehr Spielplätze sind ebenfalls Teil dieser Initiative. Und für die, die sich Sorgen um leistbaren Wohnraum machen: Die Grünen setzen sich für neue und sanierte Gemeindewohnungen ein und möchten Maßnahmen gegen Leerstand ergreifen. Ein Thema, das vielen unter den Nägeln brennt!
Für ein nachhaltiges Graz
Ein entscheidender Aspekt im Wahlprogramm ist die Erhöhung des Anteils an regionaler und klimafreundlicher Fernwärme bis 2029 durch das Energiewerk Graz. Der Fokus liegt auf einer nachhaltigen Energiezukunft, und das ist keine Kleinigkeit. Im Kontext der urbanen Entwicklung hat der Bund bereits 2020 ein Förderprogramm ins Leben gerufen, um Kommunen bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Diese Maßnahmen sollen helfen, die Lebensqualität in den Städten zu sichern und die Artenvielfalt zu erhalten.
Das Programm, das mittlerweile über 300 Projekte in verschiedenen Städten gefördert hat, legt einen besonderen Fokus auf die Erhaltung und Ausweitung öffentlicher Grünflächen. Maßnahmen wie Regenwasserrückhaltung, Entsiegelungen und Neupflanzungen werden nicht nur die Stadt verschönern, sondern auch zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen. Graz hat die Chance, ein Vorreiter in der klimaangepassten Stadtentwicklung zu werden.
Ob die Grazerinnen und Grazer im kommenden Jahr tatsächlich die Wahl zwischen „Grün oder Grau“ haben werden, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: Die vorgestellten Konzepte könnten der Stadt einen frischen Wind verleihen. Und das ist, um ehrlich zu sein, genau das, was Graz jetzt braucht.