Graz geht neue Wege: Verkehrswende in der Peter-Tunner-Gasse
Graz, die Stadt, die immer in Bewegung ist, hat wieder einmal ein wichtiges Verkehrsprojekt auf die Beine gestellt. Am 20. Juni wird die Peter-Tunner-Gasse mit einer neuen Verkehrsführung wiedereröffnet, und die Veränderungen sind mehr als nur kosmetisch. Anwohner und Geschäftsleute haben lange auf diese Anpassungen gewartet. Schließlich gab es immer wieder Kritik an der bisherigen Situation, die für viele zur Geduldsprobe wurde.
Die größte Umstellung: Rechtsabbiegen in den Bahnhofgürtel von der Peter-Tunner-Gasse ist nicht mehr möglich. Stattdessen wird der Verkehr aus dem Westen über die südliche Lastenstraße umgeleitet. Aber keine Sorge, der Zugang zur südlichen Lastenstraße bleibt aus allen Richtungen über die Ampelkreuzung Bahnhofgürtel/Lastenstraße möglich. Das Linksabbiegen direkt von der Peter-Tunner-Gasse entfällt, dafür können Pkw und Lkw bis 7,5 t bei der Kreuzung Peter-Tunner-Gasse/Bahnhofgürtel wenden, um in Richtung Westen oder zur nördlichen Lastenstraße zu gelangen. Ein klarer Vorteil: Der direkte Zugang zur Peter-Tunner-Gasse von Kalvariengürtel, Bahnhofgürtel und Wiener Straße ist nun wieder möglich, was die Erreichbarkeit für die ansässigen Unternehmen deutlich verbessert.
Für Radfahrer und Fußgänger wird’s besser
Die neuen Maßnahmen bringen nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Radfahrer und Fußgänger eine echte Verbesserung. Ein neuer Zweirichtungsradweg wird auf der Südseite der Peter-Tunner-Gasse eingerichtet, der von der Waagner-Biro-Straße über den Bahnhofgürtel bis zur Fröbelgasse führt. Das ist ein echter Zugewinn, denn die Anbindung an das Radwegenetz wird so einfacher und sicherer. Besonders wichtig ist diese Entwicklung in Zeiten, in denen immer mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen, um umweltfreundlicher unterwegs zu sein.
Für Fußgänger wird es ebenfalls komfortabler: Durchgehende und breitere Gehwege auf beiden Seiten der Peter-Tunner-Gasse sorgen dafür, dass man beim Flanieren nicht ständig auf den Verkehr achten muss. Zudem wird eine barrierefreie, ebenerdige Querung des Bahnhofgürtels realisiert – ein echter Gewinn für alle, die zu Fuß unterwegs sind.
Öffentlicher Verkehr im Aufwind
Und für die Busnutzer gibt es eine frohe Botschaft: Ab dem 20. Juni fährt die Buslinie 62 wieder auf ihrer ursprünglichen Strecke. Die Umleitung über den Hauptbahnhof und die Babenbergerstraße entfällt, was die Anbindung der Stadtteile verbessert. Die direkte Umsteigemöglichkeit zwischen der Straßenbahnlinie 6 und der Buslinie 62 ist ein weiteres Plus, das den öffentlichen Verkehr in Graz aufwertet.
Die Vizebürgermeisterin Judith Schwentner hat sich für eine fachliche Prüfung zur Verkehrsführung an der Kreuzung Peter-Tunner-Gasse/Lastenstraße eingesetzt. Diese Maßnahmen wurden nicht über Nacht beschlossen – sie sind das Ergebnis eines langen Prozesses, der den Anrainern und ansässigen Unternehmen Gehör verschafft hat. Josef Gasser, Sprecher des Business Park Nord, und Geschäftsführer von RohrMax, Major Domus und Cargoways sind erleichtert über die gefundenen Lösungen und die Berücksichtigung ihrer Anliegen. Das zeigt, wie wichtig ein konstruktiver Austausch zwischen Verwaltung und Wirtschaft ist.
Ein Punkt, der besonders ins Auge sticht: Ein ursprünglich geplantes Fahrverbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen in der südlichen Lastenstraße wurde gestrichen. Schwerverkehr kann weiterhin uneingeschränkt von der nördlichen Lastenstraße ausfahren. Die Errichtung einer baulichen Mittelinsel an der Kreuzung wird ebenfalls nicht umgesetzt, was das Linksabbiegen in die nördliche Lastenstraße ermöglicht. Diese Anpassungen werden laufend evaluiert, um sicherzustellen, dass sie den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer gerecht werden.
Diese Veränderungen sind nicht nur für Graz, sondern auch für die gesamte Region von Bedeutung. Die Stadt ist auf einem guten Weg, um eine nachhaltige Verkehrsinfrastruktur zu schaffen, die den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer gerecht wird. Radfahren, zu Fuß gehen oder mit dem Bus fahren – Graz wird immer ein bisschen grüner und lebenswerter. In diesem Sinne: Auf eine sichere und angenehme Fahrt!
Technisch repräsentiert unser mit VeloCore neu aufgesetztes Magazin den aktuellen Stand für anspruchsvolle Nachrichtenportale: schnell, barrierefrei, DSGVO-konform, suchmaschinenoptimiert und langfristig wartbar. Daniel Wom hat mit dieser Umsetzung eine langlebige und leistungsstarke Plattform geschaffen.
