In Graz-Umgebung lebt die Geschichte von Sabine S. – eine Geschichte, die einem die Gänsehaut über den Rücken jagt. Nach 30 Jahren treuer Dienste in einem Gasthaus fand sich die engagierte Mitarbeiterin plötzlich auf der Straße wieder. Was nun? Ein Schock, der auch für die hartgesottensten unter uns schwer zu verdauen wäre. Doch Sabine S. ließ sich nicht unterkriegen und suchte Unterstützung bei der Arbeitsassistenz von Jugend am Werk Steiermark. Diese Hilfe ist ein wahres Licht am Ende des Tunnels für Menschen mit Unterstützungsbedarf und gesundheitlichen Einschränkungen.

Die Arbeitsassistenz macht es sich zur Aufgabe, Barrieren im Arbeitsleben abzubauen und eine erfolgreiche Teilnahme zu ermöglichen. Das Ziel? Talente und Kompetenzen der Teilnehmenden zu entdecken und sie dabei zu unterstützen, geeignete Lehr- und Arbeitsplätze zu finden. Für Sabine war es der erste Schritt zurück ins Berufsleben. Und es hat funktioniert: Sie fand eine Anstellung als Küchengehilfin im Grazer Restaurant Hummel. Ein wahrer Glücksgriff!

Von der Krise zur Chance

Nach einem Jahr im Hummel kann Sabine S. stolz auf das, was sie erreicht hat, zurückblicken. Ihre Aufgaben sind vielfältig: Gemüse schneiden, Zwiebel schälen und das Besteck sortieren – alles Dinge, die sie mit einem Lächeln erledigt. Besonders im Sommer, wenn sie Unmengen Zitronen für den Saft pressen muss, merkt sie, wie zeitaufwendig die Arbeit sein kann. Aber für sie zählt vor allem, dass sie wieder Teil eines Teams ist. Das Team im Hummel hat sie herzlich aufgenommen und unterstützt sie, wo es nur geht. Ein wahres Miteinander, das Mut macht!

Doch der Weg dorthin war nicht ohne Herausforderungen. Der Jobwechsel nach so vielen Jahren war ein echter Umbruch. Zunächst musste Sabine ihre Integration am ersten Arbeitsmarkt abklären, was ein Praktikum im incafé von Jugend am Werk beinhaltete. Dieses Praktikum zeigte ihr und den Unterstützern, dass sie bereit ist, am ersten Arbeitsmarkt zu arbeiten. Über das NEBA-Betriebsservice, das Unternehmen in Bezug auf Arbeit und Behinderung unterstützt, fand sie den Kontakt zum Restaurant Hummel. Dort wurde schließlich im Rahmen eines weiteren Praktikums geklärt, welche Tätigkeiten für sie geeignet sind. Es war ein langer Weg, aber jeder Schritt hat sich gelohnt!

Ein starkes Netz

Die Arbeitsassistenz von Jugend am Werk ist nicht nur für Einzelpersonen da, sondern bietet auch Unternehmen eine wertvolle Beratung an. Es ist wichtig, dass Betriebe die Stärken und Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter erkennen und fördern. Denn nur so können sie ein Umfeld schaffen, in dem alle – unabhängig von ihren Herausforderungen – erfolgreich arbeiten können. Die Unterstützung wird sogar vom Sozialministeriumservice gefördert, sodass sie für die Teilnehmenden kostenlos ist.

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Sabine S. hat durch diese Hilfe wieder einen Platz in der Arbeitswelt gefunden und plant, bis zur Pension im Hummel zu bleiben. Ihr Mut und ihre Entschlossenheit sind ansteckend. Wenn man sie beim Arbeiten beobachtet, spürt man die Freude, die sie an ihrer Tätigkeit hat. Und das ist es, was wir alle anstreben sollten – ein bisschen mehr Freude, ein bisschen mehr Zusammenhalt, ein bisschen mehr Menschlichkeit in der Arbeitswelt. Graz kann stolz auf Menschen wie Sabine S. sein, die trotz aller Rückschläge den Mut finden, weiterzumachen. Das ist nicht nur inspirierend, sondern auch eine Erinnerung daran, dass jeder von uns Unterstützung braucht und dass es nie zu spät ist, seine Träume zu verwirklichen. Die Reise geht weiter, und wir sind gespannt, wohin sie Sabine als Nächstes führt!

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