In der Nacht von Freitag auf Samstag war es in Graz-Umgebung nicht gerade ruhig. Zwei junge Männer, ein 18-Jähriger aus dem Bezirk Weiz und ein 21-Jähriger aus dem Bezirk Graz-Umgebung, haben sich wohl gedacht, sie könnten die Nacht mit einem kleinen Geschwindigkeitsrausch aufpeppen. Mit satten 140 km/h wurden sie in der Triester Straße, ganz in der Nähe des Zentralfriedhofs, geblitzt. Ein Ort, an dem man besser nicht zu schnell unterwegs sein sollte, um nicht in die Sorgenfalle zu tappen!

Die Geschwindigkeitskontrolle fand gegen 1.30 Uhr statt und beide Fahrzeuge wurden durch eine Lasermessung erfasst. Ein echter Adrenalinkick – aber kein Grund zur Freude, denn die Folgen waren schnell klar: Die Herren hatten jeweils einen Probeführerschein, der ihnen sofort abgenommen wurde. Das ist nicht nur ein unangenehmes Erlebnis, sondern hat auch rechtliche Konsequenzen. Beide Fahrer wurden angezeigt, und ihre Fahrzeuge wurden behördlich vorläufig beschlagnahmt. Da kann man nur sagen: Einmal zu schnell, und der Spaß ist vorbei!

Die Folgen von Geschwindigkeitsübertretungen

Geschwindigkeitsüberschreitungen sind nicht nur eine Frage von Nervenkitzel, sondern bringen auch handfeste Konsequenzen mit sich. In Deutschland beispielsweise verschickten die Behörden im Jahr 2022 über 4,6 Millionen Bußgeldbescheide wegen überhöhter Geschwindigkeit. Und das sollte auch hier in Österreich nicht anders sein – da sind die finanziellen Folgen, Punkte in Flensburg und eventuell Fahrverbote nicht zu unterschätzen. Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen innerorts drohen bereits ab 31 km/h Überschreitung Fahrverbote für einen Monat. Das ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht für die eigene Mobilität, sondern kann auch die Versicherungsprämien in die Höhe treiben. Denn wer zu oft auffällt, wird von den Versicherern als Risiko eingestuft.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind ebenfalls ein wichtiges Thema. Geschwindigkeitsmessungen können fehleranfällig sein – nur von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) zugelassene Geräte dürfen verwendet werden. Das bedeutet, dass Betroffene bei Zweifeln an der Richtigkeit der Messung die Unterlagen einsehen und die Messung prüfen lassen sollten. Ein Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid kann auch eine gerichtliche Überprüfung der Umstände nach sich ziehen, und das ist nicht zu verachten. Die Fristen sind wichtig: Ein Einspruch muss innerhalb von 14 Tagen nach Zustellung des Bescheids eingelegt werden. Wer denkt, das wäre einfach, hat sich getäuscht.

Ein Blick in den Bußgeldkatalog

Damit man sich ein Bild von den möglichen Strafen machen kann, lohnt sich ein Blick in den Bußgeldkatalog. Innerorts kann man bei einer Überschreitung von 31 bis 40 km/h mit 260 Euro Bußgeld und zwei Punkten rechnen. Wenn man dann die 41 bis 50 km/h überschreitet, wird es gleich noch teurer: 400 Euro und wieder zwei Punkte – und das alles für einen Monat Fahrverbot. Wer dann noch schneller fährt, muss mit noch höheren Strafen rechnen. Es ist also nicht nur eine Frage von „Ich hab’s eilig“, sondern auch von „Was kann ich mir leisten?“

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Die beiden jungen Männer aus Graz-Umgebung haben nun eine Lektion gelernt, die wahrscheinlich nicht so leicht zu vergessen ist. Ihre nächtliche „Raserei“ könnte nicht nur die Freiheit zum Autofahren kosten, sondern auch tief in die Geldbörse greifen. Ein Lehrstück, das man nicht unterschätzen sollte – denn auch wenn es mal nach Freiheit und Spaß aussieht, kann die Realität ganz schnell umschlagen.

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