Die Feuerwehren im Bezirk Deutschlandsberg blicken auf ein arbeitsintensives Jahr 2025 zurück. Mit insgesamt 3.834 Feuerwehrmitgliedern bleibt die Mitgliederzahl über die Jahre konstant hoch. Besonders bemerkenswert ist, dass 3.049 aktive Mitglieder das Fundament der Einsatzorganisation bilden. Ein leichter Anstieg der Mitglieder außer Dienst zeigt jedoch auch eine tiefere Verbundenheit mit dem Feuerwehrwesen, was den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaft unterstreicht. Die Feuerwehrjugend hat aktuell 376 Jugendliche in ihren Reihen, und zahlreiche von ihnen konnten erfolgreich in den Aktivstand übernommen werden. Dies ist ein positives Zeichen für die Zukunft der Feuerwehr.
Im Jahr 2025 zählte der Bereichsfeuerwehrverband Deutschlandsberg insgesamt 2.414 Einsätze. Diese Zahl ist im Vergleich zu den Vorjahren gesunken, jedoch blieben größere Schadenslagen durch Extremwetter aus. Die Einsätze gliedern sich in 470 Brandeinsätze, 1.892 technische Einsätze und 52 Brandsicherheitswachen. Besonders hervorzuheben ist die Rettung von 21 Menschen und 86 Tieren aus Notlagen. Die Feuerwehrmitglieder haben insgesamt 22.180 Einsatzstunden geleistet, was mehr Zeit für Übungen und Ausbildung bedeutet. Insgesamt investierten die Mitglieder beeindruckende 425.871 Stunden in die Sicherheit der Bevölkerung, was einem Wert von knapp 14 Millionen Euro entspricht.
Engagement und Herausforderungen
Bereichsfeuerwehrkommandant Josef Gaich betont die Stabilität der Feuerwehren im Bezirk. Die Mitgliederentwicklung und die Ausbildungsbereitschaft sind konstant hoch, und die Organisation kann stolz auf ihre nachhaltige Arbeit in der Feuerwehrjugend sowie die Verbundenheit der Mitglieder sein. Diese Stabilität ist besonders wichtig, da in Deutschland rund 48.100 Feuerwehren existieren, von denen die freiwilligen Feuerwehren den größten Anteil ausmachen. Diese haben über eine Million Mitglieder, und allein im Jahr 2022 rückte die Feuerwehr zu etwa 229.000 Einsätzen bei Bränden und Explosionen aus, wobei die Zahl der Fehlalarmierungen auf etwa 403.000 stieg.
Ein genauerer Blick auf die Herausforderungen zeigt, dass im Jahr 2022 in Deutschland 333 Menschen durch Rauch, Feuer und Flammen ums Leben kamen. Die Einsatzschwerpunkte der Feuerwehr haben sich zunehmend auf das Retten, Bergen und Schützen verlagert. Bei den Einsätzen zur Rettung von Personen im Notfall oder bei Krankheit wurden circa 2,8 Millionen Einsätze verzeichnet. Dies verdeutlicht die immense Verantwortung, die auf den Feuerwehrmitgliedern lastet.
Ehrenamtliches Engagement als Lebensader
Das ehrenamtliche Engagement in der Feuerwehr ist unverzichtbar. Rund 1,7 Millionen ehrenamtliche Helfer*innen engagieren sich in verschiedenen Hilfsorganisationen in Deutschland, wobei etwa 94 % der aktiven Feuerwehrmitglieder in Freiwilligen Feuerwehren organisiert sind. Ohne diese Mitarbeit wäre die Einsatzfähigkeit der Einheiten im Bevölkerungsschutz ernsthaft bedroht. Insbesondere der Klimawandel erfordert eine stabile Zahl an ehrenamtlichen Helfern, da längere Einsätze und Eigenbetroffenheit zunehmen werden. Die Covid-19-Pandemie hat zwar zu Einschränkungen im Dienstbetrieb geführt, doch die Einbußen bei den ehrenamtlich Aktiven blieben gering.
Die Feuerwehr hat in den letzten Jahren auch einen Anstieg der Frauenquote gesehen. Der Anteil der Frauen in den Feuerwehren stieg von 5,7 % im Jahr 2000 auf 10,5 % im Jahr 2021. Bei den Jugendfeuerwehren ist der Frauenanteil sogar von 22 % auf über 28 % angestiegen. Solche Entwicklungen sind ermutigend und zeigen, dass die Feuerwehr ein breites Spektrum an Menschen anspricht.
Die aktuellen Zahlen und Entwicklungen im Bereich der Feuerwehren sind ein eindrucksvolles Zeugnis für das Engagement und den Einsatz der Mitglieder im Bezirk Deutschlandsberg und darüber hinaus. Sie zeigen, wie wichtig es ist, Gemeinschaft und Zusammenhalt zu fördern, um auch in Zukunft auf eine starke und verlässliche Feuerwehr zählen zu können. Weitere Informationen zu den Aktivitäten der Feuerwehr im Bezirk finden Sie in diesem Artikel.