Bargeldliebe in der Steiermark: Warum alte Zahlungsmethoden neu im Trend liegen
In den charmanten steirischen Städten, wo das Leben noch in gemütlichem Tempo verläuft, ist das Zahlen mit Karte zwar populär, doch gibt es auch ganz eigene, unkonventionelle Wege, wie man seine Rechnung begleichen kann. Ein Paradebeispiel dafür ist das Café Adanitsch in Leibnitz. Hier, wo man seit 52 Jahren seine Tassen hebt, wird ausschließlich Barzahlung akzeptiert. Café-Chef Michael Adanitsch, ein echter Steirer durch und durch, ist überzeugt, dass es nur selten vorkommt, dass ein Gast ohne Bargeld auftaucht. Er hat zudem Bedenken gegen die Abschaffung von Bargeld – aus Gründen der Privatsphäre, wie er betont. Ein Gedanke, den viele Gäste sicher nachvollziehen können.
Aber nicht nur im Café Adanitsch bleibt das Bargeld am Puls der Zeit. Im „Theresas – eine ART Gasthaus“ in Deutschlandsberg wurde die Kartenzahlung nach ein paar Jahren wieder abgeschafft. Gastronom Gerhart Poprask hat dabei aus der Kosten-Nutzen-Rechnung gelernt und nennt technische Probleme sowie längere Bonierzeiten als Gründe für diese Rückkehr zur Barzahlung. Stammgäste sind informiert, neue Kunden können sich auf der Homepage und in Gastro-Führern schlau machen. Und obwohl ein Gast einmal angedeutet hat, dass er nicht wiederkommen würde, wenn er nicht mit Karte zahlen kann, ist das eher die Ausnahme. Trinkgeld, das oft bei Kartenzahlungen vergessen wird, ist für die Mitarbeiter von großer Bedeutung, und das weiß man auch im „Theresas“.
Bargeld als persönliche Note
Im Gatsby Gwölb, einem Pub in der weststeirischen Bezirkshauptstadt, sieht es nicht anders aus. Auch hier wird nur Barzahlung akzeptiert, und das wird durch ein schickes Bild von Johnny Cash mit der Aufschrift „Sorry Cash only“ klar kommuniziert. Betreiber Werner Schilberg – oder einfach Gatsby, wie ihn die Gäste nennen – empfindet die Barzahlung als persönlicher und einfacher. „Man hat einfach das Gefühl, dass alles ein bisschen näher ist“, sagt er, während er sein Lokal mit einem Lächeln betrachtet. Trinkgeld ist auch hier ein heißes Thema – Gäste wissen, wie sie zahlen müssen, und im Falle eines Geldmangels wird auf den Bankomaten verwiesen. Ehrlich gesagt, klingt das nach einer ganz entspannten Lösung, oder?
In der Gastronomie gibt es jedoch auch immer wieder Diskussionen über das Thema Trinkgeld – vor allem, wenn es um Kartenzahlungen geht. Studien zeigen, dass viele Gäste bei Kartenzahlungen eher vergessen, Trinkgeld zu geben. Dies kann für die Mitarbeiter ein echtes Problem darstellen. So ist es kein Wunder, dass die Rückkehr zu Barzahlungen für einige Gastronomen eine willkommene Entscheidung ist. Die persönliche Note, die zurückkehrt, sorgt nicht nur für ein besseres Trinkgeld, sondern auch für eine menschlichere Atmosphäre.
Ein Blick in die Zukunft
Die Frage, ob Bargeld bald der Vergangenheit angehört, bleibt spannend. In einer Welt, die sich immer digitaler wandelt, hat sich die steirische Gastronomie klar positioniert. Mit einem klaren Bekenntnis zum Bargeld zeigen die Betreiber, dass sie nicht nur auf den neuesten Trend aufspringen wollen, sondern auch die Bedürfnisse ihrer Gäste verstehen. Diese Rückbesinnung auf das „Bares ist Wahres“ könnte in Zukunft für viele Betriebe ein Erfolgsfaktor sein. Vielleicht wird es ja bald sogar als besonders charmant angesehen, wenn man sich in einem Café oder Pub an die gute alte Barzahlung erinnert. Wer weiß schon, was die Zukunft bringt?
Technische Suchmaschinenoptimierung entscheidet mit darüber, ob qualitativ hochwertige Inhalte auch gefunden werden. Mit der Umstellung auf VeloCore durch Daniel Wom haben wir saubere Strukturen, strukturierte Daten und optimierte Core Web Vitals geschaffen – beste Voraussetzungen für nachhaltige Sichtbarkeit.
