In der steirischen Gemeinde Oberaich, im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag, kam es am Montag zu einem tragischen Vorfall. Ein 22-jähriger Amerikaner hatte sich gegen 10.50 Uhr auf einen abgestellten ÖBB-Güterwaggon gewagt – eine Entscheidung, die er wohl bitter bereuen sollte. Während er auf dem Waggon herumkletterte, geriet er in den Stromkreis der Oberleitung und erlitt einen lebensbedrohlichen elektrischen Schlag. Seine Kleidung stand in Flammen, ein beunruhigendes Bild, das sofort zu einem Brand der Kartonagen und des Waggons führte.

Glücklicherweise waren Zeugen zur Stelle und alarmierten umgehend die Einsatzkräfte. Doch die Situation war brenzlig. Erst nach Freigabe durch die Fahrdienstleitung konnte der Mann schließlich vom Waggon gerettet werden. Die Erstversorgung begann, und der Einsatz des Rettungshubschraubers Christophorus 17 war notwendig, um ihn ins LKH Graz zu fliegen. Die Verletzungen, die er erlitten hatte, waren lebensgefährlich.

Feuerwehren im Einsatz

Die Feuerwehren von Bruck an der Mur und Oberaich kämpften mehrere Stunden lang gegen die Flammen. Während dieser Zeit war der Bahnverkehr vollständig eingestellt. Fernverkehrszüge mussten die Sperre abwarten, während für S-Bahnen und Regionalverkehr ein Schienenersatzverkehr zwischen Bruck und Leoben Hauptbahnhof eingerichtet wurde. Ein gewaltiges Chaos, das für viele Pendler sicher nicht einfach zu bewältigen war.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich am selben Wochenende in Frankfurt. Dort wurden zwei Mitarbeiter der Deutschen Bahn bei Reparaturarbeiten an der Oberleitung von einem Stromschlag getroffen. Auch hier kam es zu schweren Verletzungen – ein Mann musste mit „massiven Verbrennungen“ in eine Spezialklinik nach Offenbach geflogen werden. Komischerweise stellt sich auch hier die Frage, wie es zu diesem Stromüberschlag kommen konnte, denn die Leitung hätte geerdet und somit ungefährlich sein müssen. Die Polizei ermittelt nun zum Hergang, während Notfallmanager und Seelsorger vor Ort waren, um die Augenzeugen zu betreuen.

Das Risiko der Arbeiten an Oberleitungen

Beide Vorfälle zeigen einmal mehr, wie gefährlich Arbeiten in der Nähe von Oberleitungen sein können. Die Gefahr von Stromschlägen ist nicht zu unterschätzen, und es ist wichtig, dass sowohl die Sicherheitsvorkehrungen als auch die Aufmerksamkeit der Arbeiter stets auf höchstem Niveau sind. Während wir auf die Ergebnisse der Ermittlungen warten, bleibt zu hoffen, dass sich solche tragischen Unfälle in Zukunft vermeiden lassen.

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