In der malerischen Umgebung von Bad Aussee, wo die Natur auf beeindruckende Weise mit dem Handwerk verwoben ist, spielt eine bemerkenswerte Frau eine zentrale Rolle in der Kreislaufwirtschaft des Bauwesens. Monika Döll, verantwortlich für das Business Development bei Saint-Gobain Austria, hat sich in den letzten Jahren nicht nur als Expertin, sondern auch als Vorreiterin im Gips-zu-Gips-Recyclingwerk in Stockerau etabliert. Ihre Leidenschaft für Recycling und die Kreislaufwirtschaft spiegelt sich in ihrem Engagement wider, das Bauwesen nachhaltiger zu gestalten.
Dölls Werdegang ist ebenso beeindruckend wie vielfältig. Nach ihrem Studium an der Fachhochschule für Europäische Unternehmensführung in Wien startete sie ihre Karriere im klassischen Marketing. Sie sammelte Erfahrungen bei der Western Australian Tourism Commission in Perth und arbeitete bei namhaften Unternehmen wie Alcatel und Saint-Gobain Isover. Dort übernahm sie verschiedene Positionen, vom technischen Marketing bis zur Marketingleiterin, und begleitete nun Großprojekte im Bereich Gipsrecycling sowie bei Industriekunden im Mineralwollbereich.
Ein Engagement für Nachhaltigkeit
Monika Döll hat sich intensiv fortgebildet, um auch ohne technische Ausbildung im Baubereich Fuß zu fassen. Besonders am Herzen liegt ihr das energieeffiziente Bauen, ein Thema, das in der heutigen Zeit mehr denn je an Bedeutung gewinnt. Sie ist überzeugt, dass der Fokus auf Ressourcenschonung nicht nur wünschenswert, sondern notwendig ist. Ab Januar 2026 wird in Österreich ein Deponieverbot für Gips in Kraft treten, was die Anlieferungen in der Recyclinganlage erheblich steigern wird. Döll ist zuversichtlich, dass ihre Anlage in Stockerau, die eine Jahreskapazität von 60.000 Tonnen Gips aufweist, den Anforderungen gerecht werden kann.
In der Anlaufphase der Anlage zeigt sie sich mit der Anzahl der Anfragen zufrieden. Die letzten zweieinhalb Jahre waren geprägt von Anlagengenehmigungen, Renovierungen und dem Aufbau des operativen Betriebs. Döll hat in dieser Zeit viel Engagement und Herzblut investiert, um ihr Ziel zu erreichen: eine nachhaltige und ressourcenschonende Zukunft im Bauwesen.
Ein Leben für die Familie und die Umwelt
Außerhalb des Büros lebt Monika Döll mit ihrem Lebensgefährten und ihren zwei Söhnen in einem Passivhaus in Korneuburg. Für sie sind Nachhaltigkeit und energieeffizientes Bauen nicht nur berufliche Themen, sondern Teil ihres Alltags. Oft ist sie die einzige Frau in Meetings, was für sie mittlerweile zur Normalität geworden ist. Döll beschreibt sich selbst als aufgeschlossen und engagiert, und ihre Leidenschaft für neue Themen ist ansteckend.
In einer Zeit, in der die Herausforderungen im Bauwesen stetig wachsen, ist es wichtig, Stimmen wie die von Monika Döll zu hören. Ihr Einsatz für Recycling und Kreislaufwirtschaft ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Branche zukunftsfähig zu machen. Saint-Gobain Austria, das seit fast 20 Jahren Gipskartonplatten in Bad Aussee recycelt, zeigt, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können.
Die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen bietet nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch wirtschaftliches Potenzial. Initiativen wie die von Döll sind wegweisend, um den Wandel hin zu einer nachhaltigeren Bauweise zu vollziehen. Es bleibt zu hoffen, dass ihr Engagement weitere Unternehmen inspiriert und den Fokus auf Ressourcenschonung weiter verstärkt.