Am 2. Juli 2026 war es endlich so weit: Der neue Literaturpark in Altaussee wurde feierlich eröffnet. Ein wunderbarer Ort, um den Zauber der Literatur zu zelebrieren und sich von den Worten großer Autoren inspirieren zu lassen. Besonders bewegend war, dass dieser Tag auch dem 85. Geburtstag von Barbara Frischmuth gewidmet war, die leider nicht mehr unter uns weilt. Ihre Verbindung zu Altaussee war tief und prägend. Hier verbrachte sie ihre Kindheit und schöpfte viele Ideen aus der atemberaubenden Natur und der einzigartigen Atmosphäre des Ortes.

Am Tag nach der Eröffnung, am 3. Juli 2026, fand im neuen Veranstaltungssaal eine Lesung statt, die man einfach nicht verpassen durfte. Schauspieler Serge Falck brachte die Texte von literarischen Größen wie Jakob Wassermann, Hugo von Hofmannsthal, Friedrich Torberg und natürlich Barbara Frischmuth zum Leben. Das Publikum lauschte gebannt, während die Worte durch den Saal flogen, als ob sie von den sanften Winden des Altausseer Sees getragen würden. Der neue Veranstaltungssaal, ein Schmuckstück in der Region, bot den perfekten Rahmen für diese literarische Darbietung.

Musikalische Untermalung und Ehrengäste

Die Lesung wurde von der neu gegründeten Altausseer Kurmusik musikalisch begleitet. Ihr Repertoire reicht von den Klängen Franz Lehárs über die Melodien von W. A. Mozart bis hin zu den Rhythmen von Johann Strauss und Carlos Gardel. Besonders ins Herz ging das Lied „D’Hoamat“, das vom Großvater des Kapellmeisters vertont wurde. Diese musikalischen Darbietungen verliehen der Veranstaltung eine zusätzliche emotionale Tiefe.

Unter den Ehrengästen befanden sich Persönlichkeiten wie die ehemalige Landeshauptfrau Waltraud Klasnic und Dr. Dirk Penner, der ebenfalls mit Barbara Frischmuth verbunden war. Das Publikum zeigte sich tief beeindruckt und belohnte die Darbietungen mit langanhaltendem Applaus. Man spürte, dass die Menschen nicht nur die Texte, sondern auch den Geist des Ortes feierten – ein Ort, der über Jahrzehnte hinweg als Literaturdorf gewirkt hat.

Ein Blick auf Barbara Frischmuth

Barbara Frischmuth, geboren in Altaussee, war nicht nur eine bedeutende Schriftstellerin, sondern auch ein Stück Heimat für viele. Ihre Kindheit verbrachte sie am Altausseer See, umgeben von der Schönheit der Natur. Nach dem Tod ihres Vaters im Zweiten Weltkrieg übernahm ihre Mutter das Parkhotel, das bis 1956 ein wichtiger Teil ihrer Kindheit blieb. Trotz ihrer späteren Erfolge in Graz und Wien blieb Altaussee immer ein Rückzugsort für sie. Nach vielen Jahren kehrte sie schließlich 1999 dorthin zurück und lebte bis zu ihrem Tod im Jahr 2025 in ihrem geliebten Heimatort.

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In ihrem literarischen Werk flossen oft Erinnerungen und Impressionen aus ihrer Kindheit ein. Ihr Garten in Altaussee inspirierte sie zu mehreren Gartengeschichten-Büchern. Der Literaturpark, der nun eröffnet wurde, ist nicht nur eine Hommage an ihre Werke, sondern auch ein Ort, an dem ihre Erinnerungen weiterleben. Der nächste große Termin im Veranstaltungssaal ist bereits für den 30. Juli 2026 angesetzt, wenn die Veranstaltung „Die ganze Welt ist himmelblau“ erneut Literatur und Musik vereint.

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