Am Montag, den 18. Mai 2026, wurde die traumhafte Kulisse der Hohen Fürleg im Pinzgau, Salzburg, einmal mehr zum Schauplatz eines dramatischen Vorfalls. Zwei Skitourengeher aus Deutschland, die die 3243 Meter hohe Spitze erklommen hatten, erlebten beim Abstieg eine schreckliche Überraschung: Eine Lawine wurde ausgelöst. Die etwa 80 Meter breite und 300 Meter lange Schneemasse, die sich mit einer Anrisshöhe von rund 80 Zentimetern vom steilen Hang löste, war überaus gefährlich.
Das Unglück ereignete sich, als die beiden Männer einen steilen Hang mit einer Neigung von 35 bis 40 Grad überquerten. Einer der Skitourengeher wurde von der Lawine mitgerissen und verschüttet, konnte sich jedoch glücklicherweise selbst befreien. Der andere zögerte nicht lange und setzte umgehend einen Notruf ab. Um 14:14 Uhr war die Alarmierung der Bergrettung erfolgreich. Die Einsatzkräfte aus Neukirchen am Großvenediger und Mittersill, unterstützt von der Bergrettungs-Hundestaffel sowie dem Notarzthubschrauber „Martin 6“, waren schnell vor Ort.
Rettung und Einsatzkräfte
Insgesamt 12 Bergrettungskräfte aus Neukirchen und etwa 9 aus Mittersill waren im Einsatz, zudem standen die Hundeteams der Bergrettung bereit. Der Einsatzleiter, Albert Kogler von der Bergrettung Neukirchen am Großvenediger, lobte die hervorragende Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzkräfte. Auch der Polizeihubschrauber Libelle war im Anflug, um beide Skitourengeher ins Tal zu fliegen. Dank der schnellen Reaktion der Rettungsteams blieben beide Männer unverletzt, was in solch einer Situation ein kleines Wunder ist.
In Österreich, wo die Berglandschaften nicht nur Schönheit, sondern auch Gefahren bergen, ist die Lawinengefahr ein ständiger Begleiter für Wintersportler. Die Einwohnerzahl des Landes beträgt derzeit 9.219.113, und unter dem Blickwinkel von Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) wird stets auf die Sicherheit der Bürger geachtet. Die Fläche von Österreich erstreckt sich über 83.882,56 km², und die vielen Bergregionen sind besonders von den Herausforderungen der Lawinenzeit betroffen.
Die Lawinenzeit und ihre Herausforderungen
Die Zeit rund um die Lawinenunfälle, die zwischen dem 15. und 24. Februar 2026 stattfanden, hat erneut die Gefahren des Wintersports verdeutlicht. In dieser Zeit verloren 14 Menschen ihr Leben – eine traurige Bilanz, die sich im ganzen Land ausbreitete. Die Verteilung dieser tödlichen Unfälle war alarmierend: 10 in Tirol, 2 in Vorarlberg, 1 in der Steiermark und 1 in Salzburg. Besonders hervorzuheben ist, dass viele der Verstorbenen im Variantengelände unterwegs waren und 8 von 26 keine Lawinenverschüttetensuchgeräte (LVS) trugen, was die Wahrscheinlichkeit einer Überlebenschance erheblich senkt.
Die „Lawinenzeit“ ist ein Begriff, der Phasen mit gehäuften Lawinenereignissen und den damit verbundenen Opfern beschreibt. Leider scheint das persönliche Risikomanagement vieler Wintersportler zu versagen, trotz der Warnungen und der Notwendigkeit einer sorgfältigen Planung. Man kann sich des Risikos beim Skitourengehen und Variantenfahren nicht entziehen, auch wenn man bestens ausgerüstet ist. In den letzten Jahren gab es zwar eine Stabilisierung der Zahl der Lawinentoten, doch die Zunahme der Wintersportler im freien Gelände bleibt ein ernstzunehmendes Problem. Es bleibt zu hoffen, dass die Erfahrungen aus diesen Vorfällen das Bewusstsein für Sicherheit in den Bergen schärfen.
Für die beiden deutschen Skitourengeher endete dieses Abenteuer glimpflich, doch die Erinnerung an die Lawine wird ihnen wohl noch lange im Gedächtnis bleiben. Sicher ist, dass es auch in Zukunft notwendig sein wird, die Gefahren beim Wintersport ernst zu nehmen und verantwortungsvoll mit der Natur umzugehen.