Rettung in der Not: Wie ein Ochse aus dem Graben geholt wurde
Am 8. Juni 2026, in der malerischen Region rund um die Karneralm in Ramingstein im Lungau, ereignete sich ein kurioses, aber auch besorgniserregendes Ereignis: Ein junger Ochse fand sich in einem tiefen Graben wieder und konnte sich einfach nicht selbst befreien. Der arme Bursche lag dabei etwa 50 Meter von der nächsten befestigten Straße entfernt – eine ganz schön lange Strecke, wenn man in der Patschen steckt!
Die Alarmierung ließ nicht lange auf sich warten. Die Feuerwehren aus Ramingstein und Tamsweg wurden schnell mobilisiert. Während die Ramingsteiner Feuerwehr die Unfallstelle beleuchtete und einen sicheren Zugang schuf, wurde auch das schwere Rüstfahrzeug der Feuerwehr Tamsweg nachalarmiert. Die Vorbereitungen waren intensiv, denn die Rettung eines Tieres in solch einer Lage ist alles andere als einfach. Gemeinsam mit dem Besitzer, der wahrscheinlich auch ein bisschen Sorgenfalten hatte, wurde der Ochse mit Gurten gesichert, um ihn in Sicherheit zu bringen.
Die Rettungsaktion
Mithilfe einer Kranwinde, die wie ein großer Retter in der Not zur Stelle war, wurde der Ochse schonend aus dem Graben gehoben und zurück auf die Straße gebracht. Man kann sich das vorstellen – zwei Stunden lang wurde gearbeitet, bis das Tier schließlich in Sicherheit war. Ein ganz schön aufreibender Einsatz, aber glücklicherweise mit einem positiven Ende!
Diese Art von Tierrettungen ist nicht nur in Österreich, sondern auch in vielen anderen Ländern eine zentrale Aufgabe der Feuerwehr. Sie sind oft die ersten, die zur Stelle kommen, wenn Tiere in Notlagen geraten. Sei es ein Pferd, das im Graben feststeckt, eine Katze, die zu hoch in einem Baum sitzt, oder sogar ein brennender Kuhstall – die Feuerwehr hat immer ein offenes Ohr und ein schlagkräftiges Team bereit. Feuerwehrfrau Theresa Balzer empfiehlt jedoch, die Feuerwehr nur zu rufen, wenn wirklich Gefahr für das Tier besteht. Denn oft kommen die Tiere – so wie die Katzen – auch ganz gut selbst wieder runter.
Die Herausforderung der Tierrettung
Ein nicht zu vernachlässigendes Thema ist die Kostenfrage. Auch wenn die Feuerwehr hilft, sind Einsätze zur Tierrettung in der Regel kostenpflichtig für den Tierhalter. Manchmal kann die Gemeinde die Kosten übernehmen, wenn kein Eigentümer ermittelt werden kann. In anderen Regionen, wie beispielsweise Bayern, sind die Einsätze sogar kostenlos, wenn akute Gefahr für ein Tier besteht. Das ist in Österreich nicht überall so klar geregelt. Die Kosten variieren je nach Kommune und Umfang des Einsatzes – ein Feuerwehrwagen kann zum Beispiel für eine Stunde etwa 500 Euro kosten. Das ist nicht gerade ein Schnäppchen, aber der Wert, den ein Leben hat, ist unbezahlbar.
Gerade die Zahl der Einsätze mit Großtieren hat in den letzten Jahren zugenommen. Freiwillige Feuerwehren haben hier eine wichtige Rolle, allerdings sind sie auch auf Nachwuchs angewiesen, um weiterhin effektiv helfen zu können. Ein guter Grund, selbst aktiv zu werden oder zumindest die Arbeit der Feuerwehr zu schätzen!
