Der Februar 2026 ist Geschichte, und er hinterlässt nicht nur in den Herzen der Menschen warme Erinnerungen, sondern auch in den meteorologischen Aufzeichnungen. Mit einer Temperaturabweichung von knapp +3 Grad war der Monat deutlich zu mild, trotz eines markanten Wintereinbruchs nach der Monatsmitte. Dieser Wintereinbruch konnte an den durchgängig milden Temperaturen nicht viel ändern, die nur zu Beginn und während des Einbruchs kalte Tage erlebten. Besonders in den östlichen Flachländern lag die Abweichung bei rund +1 bis +1,5 Grad, während Regionen wie Arlberg, Lungau und Unterkärnten sogar von bis zu +4 Grad profitierten. Es war eine milde Zeit, die in Weitensfeld im Gurktal den zweitwärmsten Februar erlebte, während Tamsweg und Neumarkt den drittwärmsten verzeichnen konnten.

Am 27. Februar knackte Weyer als erster Ort in diesem Jahr die 20-Grad-Marke. Diese milden Temperaturen sorgten für eine spürbare Linderung der Winterdürre, die sich in den ersten beiden Wintermonaten mit -66 und -40 Prozent zu trocken gezeigt hatte. Der Februar brachte mit einem Niederschlag, der um knapp 50 Prozent über dem Durchschnitt lag, eine willkommene Erfrischung. Besonders hohe Niederschläge wurden in St. Pölten, Graz, Osttirol und Oberkärnten verzeichnet. Die Niederschlags-Anomalie für den gesamten Winter verringerte sich somit von -50 Prozent auf -25 Prozent, was die Situation nach den trockenen Monaten erheblich verbesserte.

Besondere Wetterereignisse

Die größten Schneehöhen des Winters wurden während des Wintereinbruchs gemessen, mit 20 cm Neuschnee in St. Pölten und 15 cm in Wien. Interessanterweise führte der häufige Tiefdruckeinfluss zu einer um rund 25 Prozent geringeren Sonnenscheindauer. In Wieselburg gab es im Februar nur 30 Sonnenstunden, mehr als die Hälfte davon am Monatsende. Die höchsten Temperaturen wurden mit 20,5 Grad in Weyer, 19,6 Grad in Innsbruck und Salzburg gemessen, während die tiefste Temperatur mit -17,4 Grad in St. Jakob/Defereggental dokumentiert wurde. In diesem Monat waren Mittelberg und Warth die nassesten Orte mit 231 und 229 Litern pro Quadratmeter Niederschlag, während Friesach, Retz und Tamsweg mit nur 18 bis 19 Litern die trockensten Orte waren.

Das Dichte Messnetz in Deutschland macht es möglich, solche Wetterereignisse präzise zu erfassen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts stehen umfangreiche Zeitreihen für Temperatur und Niederschlagshöhe zur Verfügung. Diese Daten sind weitgehend frei von Inhomogenitäten und bieten wertvolle Einblicke in die Klimaveränderungen der letzten Jahre. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) wird im April 2025 ein neues Trendverfahren für das Klimamonitoring einführen, um die beschleunigte Erwärmung der Temperaturen in Deutschland und global seit den 1970er Jahren besser zu erfassen (DWD).

Klimawandel und seine Auswirkungen

Der Klimawandel zeigt sich nicht nur in milden Februaren, sondern auch in langfristigen Klimaänderungen und veränderter Klimavariabilität. In Deutschland werden verschiedene Indikatoren entwickelt, um die Folgen des Klimawandels zu beschreiben. Diese Veränderungen haben tiefgreifende Auswirkungen auf das tägliche Leben und die natürliche Umwelt. Die Bundesregierung veröffentlicht alle vier Jahre einen Monitoringbericht, der einen Überblick über beobachtete Klimafolgen und notwendige Anpassungen gibt. Der aktuelle Bericht, der im November 2023 erschien, beleuchtet die dringenden Themen wie tödliche Hitzebelastungen in Städten, Wassermangel und häufigere Niedrigwasserereignisse (Umweltbundesamt).

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Die Auswirkungen des Klimawandels sind nicht zu unterschätzen. Sie beeinflussen Ökosysteme, die Landwirtschaft und sogar den Warentransport. Der graduelle Temperaturanstieg führt zu einem Artenwandel und der Ausbreitung von Krankheitsüberträgern und Schädlingen. Die Erkenntnisse aus den letzten Jahren zeigen, dass der Handlungsbedarf dringender denn je ist, um den Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, wirksam zu begegnen.