Im Lungau ist zurzeit einiges los – und das nicht nur wegen der atemberaubenden Berglandschaften. In Tamsweg wird am neuen Umspannwerk im Gewerbegebiet Mörtelsdorf fleißig gewerkelt. Der Rohbau soll bis Ende des Jahres fertig sein, damit die technischen Arbeiten im Innenraum schnell in Angriff genommen werden können. Was das bedeutet? Wir werden 2027 mit der Teilinbetriebnahme rechnen können, und die vollständige Einbindung ist bis 2029 geplant! Das klingt doch schon mal nach einer guten Nachricht, oder?

Bislang gab es im Lungau nur ein einziges Umspannwerk in St. Michael, das die gesamte Region mit Strom versorgt. Doch die Situation mit schwankendem Strombedarf und der hohen lokalen Stromproduktion, vor allem durch die zahlreichen Photovoltaikanlagen, hat die Notwendigkeit für eine bessere Infrastruktur aufgezeigt. Immer wieder kommt es zu Überlastungen in den Netzen. Und das, wo in Salzburg bereits 28 Umspannwerke in Betrieb sind, mit einem weiteren in Dienten und einer Planung für rund 34 Umspannwerke bis 2032! Ein bisschen hinterherhinken tut der Lungau da schon.

Ein zweites Umspannwerk für Tamsweg

Die Salzburg AG hat die Sache in die Hand genommen – und das mit einem klaren Ziel: die Stromversorgung im Lungau zu sichern. Das neue Umspannwerk, so versichern die Verantwortlichen, wird nicht nur mehr Stabilität bringen, sondern auch die Schnittstelle zum bestehenden 30-kV-Netz im Bezirk darstellen. Tamsweger Bürgermeister Wolfgang Pfeifenberger ist überzeugt, dass der Standort gut gewählt ist und freut sich über den bereits verkauften Grund. Das Engagement der Bürger, die zunehmend Strom in die Netze einspeisen, ist ein weiterer Pluspunkt.

Parallel zum neuen Umspannwerk wird übrigens ein 110-kV-Stromkabel zwischen Tamsweg und St. Michael verlegt. Das ist nicht nur ein technisches Projekt; es ist ein Schritt in die Zukunft, um auch an Tagen mit hoher Einspeisung aus erneuerbaren Energien die Versorgung zu gewährleisten. Gerade an sonnigen Wochenenden im Mai und Juni kann es schon mal passieren, dass die Einspeisung den Bedarf um ein Vielfaches übersteigt – und dann wird’s schnell eng im Netz.

Mauterndorf und die Zukunft der Energie

Apropos Zukunft: In Mauterndorf gibt es ebenfalls Pläne für ein drittes Umspannwerk. Bürgermeister Herbert Eßl hat bereits gute Gespräche geführt, und auch die Salzburg AG hat ein Grundstück erworben. Man hört zudem von Überlegungen, dass dieses Umspannwerk vielleicht sogar mit einem möglichen Windpark auf dem Fanningberg zusammenhängen könnte. Spannend, oder? Die Lungauwind GmbH hat zwar ein Windkraftprojekt, das momentan auf Eis liegt, aber die Salzburg AG sondiert die Windpotenziale in der Region und führt Gespräche mit Grundeigentümern und Gemeinden. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln.

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Die Notwendigkeit für neue Anlagen und Leitungen ist unbestreitbar. Vor allem mit dem beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien und einem möglichen Kohleausstieg bis 2030 ist der Anpassungsbedarf enorm. Der „elektrotechnische Wandel“ erfordert neue Lösungen, damit unser Stromnetz auch in Zukunft stabil bleibt. In Deutschland hat man bereits große Schritte unternommen, um die Systemstabilität zu gewährleisten – und auch hier im Lungau sind wir auf einem guten Weg, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Im Endeffekt zeigt sich, dass der Lungau, mit all seinen Herausforderungen, auch viele Chancen birgt. Die laufenden Projekte sind nicht nur technische Maßnahmen, sondern ein Bekenntnis zur Zukunft. Wenn alles gut geht, können wir uns in den kommenden Jahren auf eine sichere und nachhaltige Stromversorgung freuen. Schließlich wollen wir ja auch in den nächsten Jahren die wunderbare Natur genießen, ohne uns um die Stromversorgung Sorgen machen zu müssen.

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