Am Samstag, dem 25. April, ereignete sich ein dramatischer Vorfall in den Bergen rund um Obertauern, der die Bergrettung in Alarmbereitschaft versetzte. Eine 78-jährige Skitourengeherin aus dem Pongau war gemeinsam mit zwei einheimischen Begleiterinnen auf dem Weg zur Glöcknerin, einem beliebten Ziel für Tourengeher, als das Unglück geschah. Unterhalb des Wildsees geriet die Frau auf einer verharschten Schneedecke ins Rutschen und stürzte etwa 300 Meter in die Tiefe.
Die Begleiterin der verunglückten Frau erkannte sofort die Schwere der Situation und alarmierte um 9:20 Uhr die Bergrettung. Die Einsatzkräfte waren rasch zur Stelle, und der Rettungshubschrauber Martin 1 führte eine Taubergung durch, um die schwer verletzte Skitourengeherin zu sichern. Nach der Erstversorgung durch einen Bergretter und einen Bergrettungsarzt wurde die Frau zur Felseralm geflogen und anschließend ins Klinikum Schwarzach transportiert.
Effiziente Rettungsaktion
Insgesamt waren zehn Bergretter an dem Einsatz beteiligt, der kurz vor 11 Uhr endete. Trotz der dramatischen Umstände konnte die 78-Jährige dank ihrer guten Ausrüstung, zu der auch Harscheisen gehörten, im ersten Schritt stabilisiert werden. Dies unterstreicht die Bedeutung einer ordentlichen Vorbereitung und der richtigen Ausrüstung bei Skitouren, besonders in den unberechenbaren Bedingungen der Berge.
Eine Warnung für alle Bergsportler
Dieser Vorfall erinnert uns daran, wie schnell sich die Situation in den Bergen ändern kann. Gerade im Frühling, wenn die Schneeverhältnisse oft unberechenbar sind, ist Vorsicht geboten. Der Unfall der Pongauerin ist nicht der erste in dieser Saison – auch andere Bergsportler mussten in den letzten Wochen Hilfe in Anspruch nehmen, wie der Fall zweier Kletterer am Klettersteig „Geiler Hengst“, die von einer plötzlichen Regenfront überrascht wurden.
Die Bergrettung leistet wertvolle Arbeit und ist auf die Unterstützung der Gemeinschaft angewiesen. Jeder Vorfall zeigt, wie wichtig es ist, die Eigenverantwortung zu übernehmen und gut vorbereitet in die Berge zu gehen. Die Schönheit der Natur sollte immer mit Respekt behandelt werden, denn sie kann auch gefährlich sein.