In Tamsweg gibt’s derzeit einige besorgniserregende Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote im Bezirk Lungau lag Ende April bei 5,1 Prozent – das ist zwar vorläufig geschätzt, aber es zeigt, dass die Situation alles andere als rosig ist. Im Vergleich dazu beträgt die Landesarbeitslosenquote in Salzburg 5,3 Prozent, während auf Bundesebene sogar 7,5 Prozent verzeichnet werden. Ein Blick auf die Zahlen macht deutlich, dass die Arbeitslosigkeit im Lungau mit 437 arbeitslos gemeldeten Personen um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist.
Besonders auffällig ist, dass die Frauen in der Region stärker von der Arbeitslosigkeit betroffen sind. So sind von den 263 arbeitslos gemeldeten Frauen die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um 10,5 Prozent gestiegen. Die Männer hingegen zeigen einen leichten Rückgang mit 174 arbeitslos gemeldeten Männern, was einem Rückgang von 2,2 Prozent entspricht. Ein kleiner Lichtblick: Der Bau- und Baunebensektor, der bekanntlich von Männern dominiert wird, erholt sich, während Branchen wie Handel und Produktion, in denen viele Frauen arbeiten, stagnieren.
Aktuelle Entwicklungen im Arbeitsmarkt
Die Situation wird noch kritischer, wenn man die Zahlen aus dem AMS Tamsweg betrachtet. Ende März waren dort 287 Personen arbeitslos gemeldet, darunter 173 Männer und 114 Frauen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das ein Anstieg um 2,1 Prozent – auch nicht gerade eine positive Entwicklung. Im März wurden 137 Personen arbeitslos, während 242 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. Die Beschäftigungslage bleibt also angespannt, mit 8.614 unselbständig Beschäftigten, was einem Rückgang um 0,6 Prozent gegenüber Februar entspricht.
Ein weiterer besorgniserregender Punkt ist der Rückgang der offenen Stellen. Lungauer Unternehmen haben nur 136 sofort verfügbare Arbeitsplätze gemeldet, das sind 17,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch der Lehrstellenmarkt ist rückläufig – nur 46 verfügbare Lehrstellen wurden gemeldet. Das AMS Tamsweg versucht, dem entgegenzuwirken, indem es Unternehmen die Möglichkeit bietet, ihre Lehrstellen kostenlos auf der AMS-Jobplattform zu präsentieren. Zudem findet die AMS Business Tour vom 13. April bis 15. Mai statt, bei der Beraterinnen des AMS Tamsweg in den Unternehmen vor Ort Lösungen für die Personalarbeit erarbeiten.
Die Herausforderungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen
Ein besonders besorgniserregender Trend zeigt sich bei den arbeitslos gemeldeten Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Hier gab es einen Anstieg von 27,3 Prozent auf 21 Personen. Noch dramatischer ist die Situation für Menschen mit anerkannter Behinderung – deren Zahl ist um 69,2 Prozent auf 9 Personen gestiegen. Das sind alarmierende Entwicklungen, die uns alle zum Nachdenken anregen sollten.
Wenn wir uns die Gesamtlage im Lungau ansehen, wird klar, dass wir alle an einem Strang ziehen müssen. Es ist die Zeit, in der wir uns fragen sollten, wie wir die Menschen in unserer Gemeinschaft unterstützen können, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Schaut man zum Beispiel auf die Website des AMS, findet man eine Fülle an Informationen über den regionalen Arbeitsmarkt und nachhaltige Personalstrategien. Denn eines ist sicher: Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen meistern.
Für weitere Informationen zu diesem Thema, schauen Sie doch mal unter diesem Link. Dort gibt es viele spannende Ansätze und Perspektiven, die einen zusätzlichen Blick auf die Situation werfen.