Am Elisabethinum in St. Johann ist es wieder einmal soweit: Schülerinnen der vierten Klassen stehen vor einer praxisnahe Abschlussprüfung im spannenden Bereich Küchen- und Restaurantmanagement. Hier wird nicht nur Wissen abverlangt, sondern auch eine gehörige Portion Kreativität und Organisationstalent. Die Prüfung selbst gliedert sich in zwei Teile: Küchenmanagement und Restaurantmanagement, wobei die angehenden Fachkräfte in beiden Disziplinen ihr Können unter Beweis stellen müssen.

Im Rahmen der Küchenmanagement-Prüfung sind die Schülerinnen gefordert, ein mehrgängiges Menü zu planen, die Arbeitsabläufe zu organisieren und alles innerhalb eines strengen Zeitrahmens umzusetzen. Dabei sind einige Kriterien von entscheidender Bedeutung: Geschmack, Präsentation, sauberes Arbeiten, Hygiene und effizientes Zeitmanagement müssen unbedingt berücksichtigt werden. Und im Restaurantmanagement wird das Ganze noch spannender: Hier liegt der Fokus auf dem Service, wo nicht nur die zubereiteten Speisen serviert, sondern auch die Gäste betreut und Getränke empfohlen werden müssen. Ein professionelles Auftreten, gute Kommunikationsfähigkeit und fundierte Kenntnisse in der Getränkekunde sind hier unerlässlich.

Ein Blick hinter die Kulissen der Prüfung

Die Abschlussprüfung am Elisabethinum simuliert einen realen Restaurantbetrieb. Familien, Lehrkräfte und externe Gäste schlüpfen in die Rollen der Restaurantbesucher und geben damit den Schülerinnen die Möglichkeit, sowohl fachlich als auch im Umgang mit Gästen zu glänzen. Diese praxisnahe Erfahrung ist ein bedeutender Schritt in Richtung ihrer beruflichen Zukunft. Ein erfolgreicher Abschluss öffnet Türen zu mehreren beruflichen Qualifikationen und bereitet die Schülerinnen optimal auf eine Karriere in der Gastronomie und Hotellerie vor.

Doch die Herausforderungen in der Gastronomie sind nicht nur auf die Abschlussprüfungen beschränkt. Am 1. August 2022 trat die Neuordnung der gastgewerblichen Ausbildungsberufe in Kraft, die darauf abzielt, die Ausbildungsqualität zu sichern und den Fachkräftebedarf zu decken. Diese Reform bringt eine Vielzahl neuer Berufsbilder mit sich, die Flexibilität, interkulturelle Kommunikationsfähigkeit und Organisationstalent erfordern. Die Schwerpunkte liegen klar auf Gästeorientierung und Gästezufriedenheit, was für zukünftige Fachkräfte unerlässlich ist.

Neue Perspektiven für zukünftige Fachkräfte

Die novellierten Berufe reichen von der Fachkraft Küche über Koch/Köchin bis hin zu Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie und Hotelfachmann/-frau. Absolventen der neuen Berufe kümmern sich nicht nur um das Gästewohl, sondern auch um Warenflüsse, Lagerhaltung und Hygienestandards. Zudem besteht die Möglichkeit, eine bundesweite Zusatzqualifikation für vegetarische und vegane Küche zu erwerben, was in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnt.

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Mit der Einführung einer gestreckten Abschlussprüfung in allen dreijährigen Berufen und dem Erhalt der Zwischenprüfung im dritten Ausbildungsjahr wird die Ausbildung noch strukturierter gestaltet. Die gemeinsame Beschulung der verschiedenen gastgewerblichen Berufe im ersten Ausbildungsjahr schafft zudem ein Netzwerk, das den Austausch und das Lernen untereinander fördert.

Insgesamt zeigen diese Entwicklungen, dass die Branche dynamisch ist und sich ständig weiterentwickelt, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Die Schülerinnen am Elisabethinum sind auf einem vielversprechenden Weg, um nicht nur ihre Prüfungen zu bestehen, sondern auch, um als qualifizierte Fachkräfte in einer spannenden, abwechslungsreichen und herausfordernden Branche Fuß zu fassen.