Am Sonntag, dem 7. Juni 2026, war die Alpenarena in St. Johann im Pongau Schauplatz eines packenden Duells in der Regionalliga West. Der FC Wacker Innsbruck trat im letzten Auswärtsspiel der Saison gegen den TSV St. Johann an und durfte sich am Ende über einen 2:1-Sieg freuen. Was für ein Drama!
Schon vor dem Anpfiff war die Stimmung angespannt. Eine Trauerzeremonie wurde für den verstorbenen Präsidenten des TSV St. Johann, Sepp Klingler, abgehalten, was dem Spiel eine emotionale Note verlieh. Der Wind pfiff heftig über das Spielfeld, und sowohl die Spieler als auch die Zuschauer hatten sichtlich mit den Bedingungen zu kämpfen. In der ersten Halbzeit gab es viele spannende Momente, aber kein Tor. Bright Owusu sorgte in der 7. Minute für die erste gute Gelegenheit, doch sein Schuss ging am Tor vorbei.
Ein Spiel voller Wendungen
In der 63. Minute war es dann endlich so weit: Alexander Joppich nutzte eine Unsicherheit in der Abwehr von St. Johann und brachte Innsbruck in Führung. Der Jubel kannte keine Grenzen! Doch die Freude währte nicht lange, denn nur 13 Minuten später glich Raphael Kosakiewic für die Hausherren aus, nachdem Wacker-Tormann Benjamin Ballis einen Rückpass nicht rechtzeitig abspielte. Es war ein unglücklicher Moment, der die Gegner zurück ins Spiel brachte.
Besonders bemerkenswert war, dass St. Johann ab der 81. Minute in Unterzahl spielen musste, da Kosakiewic verletzungsbedingt vom Platz musste. Wacker Innsbruck nutzte diese Überzahl und drängte auf den Sieg. Es wurde spannend, als Mauro Marichal in der 87. Minute einen weiteren Treffer für St. Johann verhinderte. Und dann, in der Nachspielzeit, kam der große Auftritt von Okan Yilmaz. In der 97. Minute erzielte er das entscheidende Tor für Innsbruck – was für ein Herzschlagfinale!
Ein Blick auf die Saison
Der Sieg war nicht nur wichtig für die Moral, sondern sicherte Innsbruck auch drei Punkte für den Punkterekord in dieser Saison. Die Mannschaft von Trainerduo Sebastian Siller und Fabian Lantschner hat sich in den letzten Wochen stark präsentiert, und es war schön zu sehen, dass Matej Kvacek sein Debüt feiern konnte. Die Zuschauerzahl von 500 war zwar nicht riesig, aber die Stimmung war großartig. Schiedsrichter Mst. Reuf Salihovic hatte die Partie gut im Griff, trotz einiger gelber Karten auf beiden Seiten.
Für den TSV St. Johann wird die nächste Saison in der neuen Regionalliga Nord eine Herausforderung. Die Mannschaft hat ein Kaderalter von 24,9 Jahren und wird sicherlich versuchen, aus dem Abstiegserlebnis zu lernen. Auf der anderen Seite hat der FC Wacker Innsbruck mit einem Durchschnittsalter von 23,5 Jahren eine junge, hungrige Truppe, die in der kommenden Saison sicherlich wieder angreifen will. Die Regionalliga West 25/26 hat sich in diesem Jahr als sehr ausgeglichen erwiesen, und viele Teams haben in den letzten Wochen für spannende Spiele gesorgt.