Heute ist der 29. Mai 2026 und in Anthering, einem kleinen, aber feinen Ort in der Salzburger Umgebung, blüht das alte Getreide wieder auf. Die Familie Diethard hat sich vor vier Jahren dem „Hof der alten Sorten“ verschrieben, und damit nicht nur eine Tradition am Leben gehalten, sondern auch ein Stück regionaler Kultur zurückgebracht. Der Hof, der einst von Gottfried Weilbuchner geleitet wurde, ist mittlerweile ein wahres Kleinod für alte, lokale Getreidesorten wie den Haunsberger Weizen, Roggen und Hafer. Diese Sorten wurden über Jahrzehnte hinweg nur auf einem Hof in Anthering bewahrt und sind nun als erhaltenswert eingestuft. Das hat die Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) sogar in die österreichische Sortenliste aufgenommen!

Die Diethards arbeiten Hand in Hand mit vier weiteren Bauern aus der Region. Gemeinsam haben sie den Verein „Flachgauer Troadkultur“ ins Leben gerufen, der sich nicht nur dem Erhalt, sondern auch der aktiven Verbreitung dieser alten Sorten widmet. Und das ist nicht nur ein Hobby – das ist ein echtes Herzensprojekt! Das Ziel? Die Sorten wieder in die heimischen Küchen zu bringen, und das mit einer Anbaufläche von heuer 6,5 Hektar. Die Ertragserwartung liegt bei rund 15 Tonnen, wobei man bedenken sollte, dass alte Sorten wie der Haunsberger Weizen nur etwa 2,5 Tonnen pro Hektar erbringen können – das ist fast halb so viel wie moderne Sorten!

Ein Netzwerk für die alten Sorten

Die alten Getreidesorten sind nicht nur ein Stück Geschichte, sie haben auch ihre ganz eigenen Vorzüge. Sie sind robust, können gut mit Trockenheit umgehen und bieten einen einzigartigen Geschmack, der in der modernen Landwirtschaft oft verloren gegangen ist. Was sie besonders macht? Weniger Mehlkörper und Gluten, wodurch sie für viele Menschen verträglicher sind. Ein weiterer Vorteil ist die längere Haltbarkeit des Brotes, das aus diesen alten Sorten gebacken wird, denn die längere Rastzeit im Backprozess sorgt dafür, dass es länger frisch bleibt – einfach genial!

Das Getreide wird in einem Netzwerk regionaler Betriebe verarbeitet, unter anderem in der Bäckerei Brotwert. Deren Produkte sind nicht in großen Supermärkten zu finden, sondern in kleinen Bio-Kooperationen, was dem Ganzen eine ganz persönliche Note verleiht. Agrar-Landesrat Maximilian Aigner (ÖVP) unterstützt das Projekt und sieht es als wichtigen Schritt zur regionalen Diversität – ein klares Zeichen dafür, dass alte Traditionen nicht in Vergessenheit geraten müssen.

Eine Tradition lebt weiter

Ein bisschen wie ein Schatz, der aus der Versenkung geholt wird. Es ist schön zu sehen, wie die fünf Bio-Bauernfamilien, die Gründungsmitglieder des Vereins, das Erbe der alten Sorten pflegen und gleichzeitig für die nächsten Generationen bewahren. Ehrlich gesagt, das Projekt ist nicht nur ein landwirtschaftlicher Erfolg, sondern auch eine kulturelle Bereicherung für die Region. Es zeigt, wie wichtig es ist, die Wurzeln zu bewahren und gleichzeitig neue Wege zu gehen.

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Inmitten dieser Bewegung spürt man die Leidenschaft und das Engagement der Beteiligten. Es ist mehr als nur ein Job – es ist eine Mission. Und während das Getreide auf den Feldern wächst, wächst auch die Hoffnung, dass diese alten Sorten bald wieder auf vielen Tellern zu finden sein werden. So wird in Anthering nicht nur Landwirtschaft betrieben, sondern auch Geschichte geschrieben.