Es gibt Geschichten, die das Herz berühren und die Seele aufhellen. So wie die von Nayab Zakaullah, einer 18-jährigen Schülerin aus Hallein, die dank des START-Stipendiums, das Jugendlichen mit Migrationsgeschichte eine Chance bietet, neues Selbstvertrauen gefasst hat. Sie besucht die dritte Klasse der Handelsschule und wurde von einem ihrer Lehrer ermutigt, sich für das Stipendium zu bewerben. Ein mutiger Schritt, der nicht einfach war – Zweifel nagten an ihr, und die Unsicherheit schien fast überwältigend. Doch das Ergebnis war eine positive Veränderung in ihrer Perspektive.
Das START-Stipendium richtet sich an Jugendliche im Alter von 15 bis 21 Jahren, die sich in einer ähnlichen Lage befinden. Der Fokus liegt nicht nur auf schulischen Leistungen, sondern vielmehr auf Motivation, persönlichem Engagement und dem Entwicklungspotenzial jedes Einzelnen. Nayab konnte von einer Vielzahl an Workshops, Trainings und Seminaren profitieren, die ihr halfen, ihre Unsicherheiten abzubauen und an sich selbst zu glauben. Besonders ein Seminar zur Stressbewältigung, in dem sie lernte, wie wichtig es ist, auch mal Pausen einzulegen, hatte einen bleibenden Eindruck bei ihr hinterlassen.
Ein neues Kapitel
Inzwischen hat Nayab nicht nur ihr Selbstvertrauen gestärkt, sondern auch eine aktive Rolle in ihrer Gemeinschaft übernommen. Bei einem Bildungsseminar trat sie als „Tischhost“ auf – eine Erfahrung, die ihr Mut machte und ihr zeigte, dass sie in der Lage ist, Verantwortung zu übernehmen. Ihre Zukunftspläne sind klar: Sie möchte die Matura machen und eventuell ein Studium beginnen. Zudem trat sie beim mehrsprachigen Redewettbewerb „Sag’s Multi“ an und erreichte das Speech-Off – ein weiterer Beweis dafür, wie weit sie gekommen ist.
Aktuell profitieren über 125 Jugendliche in ganz Österreich vom START-Programm, mit 740 Absolventen aus mehr als 70 Nationen. In Salzburg werden 24 Jugendliche gefördert, das ist schon eine beachtliche Zahl. Das Ziel? Bildungschancen stärken und Jugendliche auf ihrem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft begleiten. Und falls du selbst Interesse hast: Bewerbungen für das START-Stipendium sind bis zum 31. Mai 2026 möglich!
Ein Blick in die Zukunft
Ab dem Schuljahr 2026/27 wird das dreijährige, kostenfreie START-Stipendium angeboten. Die Bewerbungsfrist endet am 15. März. Die Zielgruppe? Schülerinnen und Schüler mit Migrationsbezug im Alter von 14 bis 20 Jahren. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten drei Jahre lang wertvolle Kurse und Workshops, die sich auf Persönlichkeitsentwicklung und Berufsorientierung konzentrieren. Dabei stehen sie unter der Betreuung von pädagogischen Fachkräften, die im jeweiligen Bundesland ansässig sind. Und nicht zu vergessen: Es gibt auch finanzielle Unterstützung in Höhe von insgesamt rund 3.500 Euro.
Die Bewerbung erfolgt online auf www.start-campus.de. Hier findet man auch alle nötigen Informationen über die verschiedenen Programme, die ab 2026/27 angeboten werden – vom START-Stipendium über START Coding bis hin zu START Career. Besonders spannend finde ich, dass die START-Stiftung gGmbH, die das alles durchführt, bereits seit über 20 Jahren Jugendliche mit Migrationsbezug unterstützt. Dabei wird der Fokus nicht auf schulische Leistungen gelegt, sondern auf persönliche Entwicklung und Gemeinschaft. Das zeigt, dass es nicht nur um Noten geht, sondern um den Willen zur Veränderung.
Das Programm wird von verschiedenen Ministerien, Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen gefördert. So wird unter anderem auch die Landeskoordination in Nordrhein-Westfalen vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW verantwortet. Wer mehr über das Stipendium erfahren möchte, kann jederzeit die Info-Hours der START-Stiftung besuchen – die Termine werden auf www.start-stiftung.de veröffentlicht. Es ist einfach großartig zu sehen, wie viele Möglichkeiten es gibt, um Jugendlichen, die es oft nicht leicht haben, eine Perspektive zu bieten. Das ist eine Chance, die man nicht verpassen sollte!