Heute ist der 5.05.2026 und in Wels tut sich einiges – aber nicht alles ist rosig. Die Situation für junge Menschen im Arbeitsmarktbezirk Wels/Wels-Land ist ziemlich herausfordernd. Es wird deutlich, dass die Zahl der arbeitslosen Unter-25-Jährigen gestiegen ist. Fast 600 junge Leute sind beim AMS Wels vorgemerkt, und die Suche nach Lehrstellen gestaltet sich alles andere als einfach. Während 223 Jugendliche aktiv nach einer Lehrstelle suchen, stehen 359 offene Lehrstellen zur Verfügung. Irgendwie macht das keinen Sinn, oder? Es braucht wirklich gezielte Maßnahmen in der Berufsorientierung und beim Matching, um diese offenen Lehrstellen in nachhaltige Einstiegschancen zu verwandeln.

Zum Ende April waren insgesamt 4816 Personen arbeitslos gemeldet – ein Anstieg von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Interessanterweise stieg die Arbeitslosigkeit bei Frauen um 6,6 Prozent, während sie bei Männern um 3 Prozent zurückging. Langzeitarbeitslosigkeit über zwölf Monate nimmt ebenfalls zu – das sind keine guten Nachrichten. Die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit übersteigen zwar die Zugänge, was auf eine stabile Arbeitsmarktlage hinweist, doch die Zahlen sind trotzdem besorgniserregend. Unternehmen haben 2411 offene Stellen gemeldet, was einen Anstieg von 6 Prozent bedeutet. Aber was nützen die Stellen, wenn die passenden Leute fehlen?

Die Lage in den Nachbarbezirken

Im Nachbarbezirk Grieskirchen sieht die Situation etwas anders aus. Dort beträgt die Arbeitslosenquote nur 3 Prozent. Im April waren 931 Personen arbeitslos gemeldet, was einen Rückgang um 6 Prozent bedeutet. Dieser Rückgang betrifft fast alle Altersgruppen – bis auf Männer unter 25 und Frauen über 55. Ältere arbeitslose Frauen, die oft im Handel oder in Büro- und Verwaltungsberufen tätig waren, kämpfen hier ebenfalls mit der Realität. Grieskirchen hat fast 950 offene Stellen gemeldet, und die Zahl der angebotenen Lehrstellen wuchs auf 213. Von den 91 jungen Menschen, die in Grieskirchen einen Ausbildungsplatz suchen, gibt es einen Rückgang der Lehrstellensuchenden. Ob das die richtige Richtung ist?

In Eferding ist die Lage nicht viel besser. Im April waren dort 502 Personen beim AMS vorgemerkt, bei 292 offenen Stellen. 176 Arbeitssuchende nehmen an einer Schulung teil, und die Arbeitslosenquote liegt bei 3,2 Prozent. Unter diesen 502 Personen sind auch 36 junge Menschen, die auf Lehrstellensuche sind. Das klingt fast so, als ob wir uns in einem Teufelskreis bewegen, in dem die Jüngeren ohne Chance auf eine Ausbildung bleiben.

Ein Blick in die Zukunft

Die Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt sind offensichtlich. Es braucht schnelles Handeln, um die Situation für die jungen Menschen zu verbessern. Wie schaffen wir es, die offenen Lehrstellen mit den richtigen Kandidaten zu besetzen? Die Antworten sind komplex und benötigen kreative Ansätze. Es wäre schön zu sehen, dass Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbildungsreife und der Berufsorientierung ernst genommen werden. Denn letztendlich sind es die jungen Menschen, die die Zukunft gestalten – und die sollten die besten Chancen bekommen, die sie verdienen.

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