In der idyllischen Stadt Dreieich-Sprendlingen, nur einen Steinwurf von Offenbach entfernt, wurde ein Mythos wahr: Ein toter Wels mit einer beeindruckenden Länge von 2,60 Metern und einem Gewicht von rund 100 Kilo wurde im Stadtweiher gefunden. Dieser außergewöhnliche Fund sorgte nicht nur für Aufregung unter den Anglern, sondern auch für Staunen und Spekulationen in der Region. Der Wels, der in den letzten Jahrzehnten zum Gesprächsthema unter den Einheimischen avancierte, wurde Mitte März 2026 entdeckt, als er an einem umgefallenen Baum im Wasser hängen blieb.

Die Entdeckung des stattlichen Fisches war das Ergebnis jahrelanger Gerüchte. Viele Angler berichteten von Sichtungen eines großen Schattens im Wasser und verschwundenen Fischen. Klaus Schmidt, der Vorstand des Anglervereins (ASV) Sprendlingen, schätzte, dass der Wels etwa 40 Jahre alt war und sich möglicherweise in unterirdische Kanäle zurückgezogen hatte. Trotz mehrerer Versuche, den Wels zu fangen, blieb er über Jahre hinweg unentdeckt. Einmal wurde der Weiher sogar mit Unterstützung des THW leergepumpt, doch der sagenumwobene Fisch blieb unauffindbar.

Eine Legende wird lebendig

Die Geschichte des Welses reicht zurück bis in die 1980er Jahre, als zwei Jungwelse im Stadtweiher ausgesetzt wurden. Diese wurden von drei Anglern während einer Skatrunde im Wertkauf-Supermarkt in Sprendlingen erworben. Während einer der Welse, etwa 1,40 Meter lang, Ende der 1990er Jahre gefangen wurde, blieb der andere ein Phantom. Die Existenz des zweiten Welses wurde in der Region zur Legende, ähnlich dem berühmten Loch-Ness-Monster.

Durch den jüngsten Fund wurde die Legende nun jedoch mit der Realität konfrontiert. Die Mitglieder des ASV Sprendlingen waren am Tag der Entdeckung schnell zur Stelle, um den leblosen Wels mit zwei Schubkarren abtransportieren zu lassen. Obwohl der Fisch beeindruckend war, stellte sich heraus, dass er ungenießbar war und wurde von einem Tierverwerter abtransportiert. An dieser Stelle bleibt zu hoffen, dass die anderen Bewohner des Weihers – darunter Hechte, Karpfen und Forellen – nun bessere Fangchancen bieten.

Ein Blick in die Zukunft

Die Aufregung um den toten Wels lässt die Hoffnungen auf eine neue Ära des Angelns in der Region steigen. Der ASV Sprendlingen hofft, dass mit dem Verschwinden des Riesen-Welses die kleineren Fische nun in größerer Zahl und Vielfalt gefangen werden können. Die Legende des Welses wird jedoch in den Herzen der Angler und der örtlichen Bevölkerung weiterleben – als ein Zeichen für die Geheimnisse, die die Gewässer noch immer bergen.

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Heute, am 19. April 2026, bleibt der Stadtweiher ein Ort voller Geschichten und Mythen, an dem die Natur und ihre Bewohner immer wieder für Überraschungen sorgen. Mögen die Angler auf den nächsten großen Fang hoffen, während sie die Erinnerungen an den sagenhaften Wels in Ehren halten.