Heute ist der 28.05.2026 und in Wels-Land gibt es viel zu berichten über die Rolle der Bäuerinnen in der Landwirtschaft. Im „Internationalen Jahr der Bäuerin“ rückt die Bedeutung von Frauen in dieser Branche in den Fokus. Die ÖVP Wels-Land, angeführt von der engagierten Klubobfrau Margit Angerlehner, hat kürzlich die frisch gewählten Ortsbäuerinnen in Steinerkirchen besucht. Bei einem herzlichen Gespräch mit Nicole und Manfred Hörtenhuemer, die einen Vollerwerbsbetrieb mit Ackerbau und Mastsauen führen, wurde die Vielfalt der bäuerlichen Arbeit lebendig. Und das Beste? Ihr Schnaps, hergestellt in der eigenen Destillation, wurde auf der „Ab Hof Wieselburg“ ausgezeichnet – das spricht doch für sich!

Bei diesem Treffen im malerischen Steinerkirchen wurden viele Themen angesprochen, die für die Landwirtschaft von zentraler Bedeutung sind. Bürokratieabbau, Wertschätzung für die Arbeit der Bäuerinnen und natürlich Lebensmittelsicherheit standen auf der Tagesordnung. Die Ortsbäuerinnen, allen voran Nicole Hörtenhuemer und Kerstin Roiß, sind nicht nur für ihre Betriebe zuständig, sondern organisieren auch zahlreiche Aktivitäten, um die Landwirtschaft erlebbar zu machen. Mostkost, Hofroas und der Martinimarkt sind nur einige der Events, die sie ins Leben gerufen haben. Besonders spannend ist der Apfeltag in Schulen, bei dem Kinder den Wert von Lebensmitteln kennenlernen. Regionale Produkte und ein starkes Lebensmittelbewusstsein stehen dabei im Mittelpunkt.

Frauen in der Landwirtschaft: Ein unverzichtbarer Teil

Kerstin Roiß bringt als Jägerin und Zugezogene eine frische Perspektive in die traditionellen Familienbetriebe ein. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Bäuerinnen die Landwirtschaft nicht nur als Beruf, sondern als Lebensstil verstehen. Nicole und Manfred Hörtenhuemer haben ihren Kindern ein positives Bild der Landwirtschaft vermittelt, und der jüngste Sprössling wird den Betrieb eines Tages übernehmen. Das zeigt, wie wichtig das Erbe und die Weitergabe von Wissen in der Landwirtschaft sind.

Ein solches Engagement ist nicht nur lokal von Bedeutung. Laut Schätzungen der Welternährungsorganisation (FAO) könnten die Erträge landwirtschaftlicher Betriebe um 20 bis 30 Prozent gesteigert werden, wenn Frauen gleichberechtigt Zugang zu Produktionsmitteln haben. Das wäre ein echter Game Changer für die Lebensmittelversorgung und könnte die Zahl der hungerleidenden Menschen erheblich verringern. Die Deutsche Entwicklungszusammenarbeit setzt sich aktiv für Geschlechtergleichheit in der Landwirtschaft ein, was auch für die ländliche Entwicklung von großer Bedeutung ist.

Die Bäuerinnen in Wels-Land sind ein Paradebeispiel dafür, wie wichtig es ist, Frauen in Agrar- und Ernährungssystemen einzubinden. Ihre Arbeit fördert nicht nur die Teilhabe von Frauen, sondern verbessert auch den Zugang zu beruflicher Bildung und Marktinformationen. Indem sie diskriminierende Strukturen abbauen, schaffen sie Raum für Reformen in den Bereichen politische Teilhabe, Landrechte und Finanzdienstleistungen.

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Insgesamt spiegelt die Initiative der Bäuerinnen in Wels-Land nicht nur den lokalen, sondern auch den globalen Trend wider, Frauen in der Landwirtschaft mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung zu geben. Denn ohne Frauen, die mit Herzblut und Engagement in der Landwirtschaft tätig sind, wäre die Zukunft unserer Nahrungssicherheit ganz schön düster.