Heute ist der 8.05.2026 und der Wald in Oberösterreich zeigt sich wieder einmal von seiner besten Seite. Die Holzeinschlagsmeldung für 2025 bringt uns eine spannende Zahl: 3,19 Millionen Erntefestmeter (Efm) wurden geerntet. Das ist ein kleiner, aber feiner Anstieg von 0,7 % im Vergleich zum Vorjahr und sogar 2 % über dem Zehnjahresmittel von 3,14 Millionen Efm. Man könnte sagen, der Baum hat sich kräftig gestreckt!

Besonders interessant ist, dass stolze 80 % der Einschlagsmenge auf Nadelholz entfallen. Laubholz macht mit 20 % den kleineren Teil aus. Ein gutes Stück Holz kommt dabei aus den Kleinwäldern unter 200 Hektar – 2,1 Millionen Efm sind das, was 66 % des Gesamtvolumens aus dem Vorjahr ausmachte. Bei den größeren Forstbetrieben über 200 Hektar gab es allerdings einen Rückgang: 687.000 Efm wurden geschlagen, was einen Rückgang von 5,8 % bedeutet. Die Österreichischen Bundesforste hingegen konnten mit 405.000 Efm ein Plus von 5,7 % verzeichnen.

Schadholz im Aufwind

Ein interessanter Aspekt der diesjährigen Ernte ist der Schadholzanteil. Mit 690.000 Efm oder 22 % liegt dieser deutlich unter dem langjährigen Mittel und hat sich im Vergleich zu 2024 halbiert. Zum Vergleich: Der Höchststand der Schadholzmenge wurde 2019 mit 2,64 Millionen Efm erreicht. Der Sägerundholzanteil ist auf 52 % gestiegen, während der Industrieholzanteil bei 13,6 % liegt. Auch der Anteil an Energieholz ist mit 34,3 % nicht zu verachten, auch wenn er leicht gesunken ist.

Im Jahr 2025 gab es jedoch auch nicht zu ignorierende Herausforderungen. Die Holznutzung in ganz Österreich beträgt 19,56 Millionen Efm ohne Rinde, was einem Rückgang von 2,4 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Ein großer Teil dieser Schadholzmenge, die sich auf 6,38 Millionen Efm beläuft, resultiert aus dem Borkenkäfer, der fast 50 % des Schadholzes verursacht hat. Hier wird deutlich, wie wichtig ein vorausschauender Waldumbau ist. Bundesminister Norbert Totschnig hat dies auch betont und Maßnahmen zur Stabilitätsverbesserung im Rahmen des Waldfonds und des GAP-Strategieplans ins Spiel gebracht.

Die Herausforderungen der Natur

Ein weiterer Punkt, den wir nicht außer Acht lassen dürfen, ist die anhaltende Trockenheit, die sich auf die Wälder auswirkt. Der Winter 2025/2026 brachte 22 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt. So wird der Wasserhaushalt im Frühjahr entscheidend für die Widerstandskraft der Wälder gegen den Borkenkäferbefall sein. Hier ist eine konsequente Überwachung der Wälder und der Einsatz von Monitoringfallen von Nöten. Es wird höchste Zeit, dass wir unseren Wäldern wieder die nötige Pflege zukommen lassen!

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Die Forst- und Holzwirtschaft sichert rund 444.000 Arbeitsplätze in Österreich und erwirtschaftet über 10 % der Wirtschaftsleistung des Landes. Jeder zusätzlich genutzte Erntefestmeter Holz stärkt nicht nur die Wertschöpfung, sondern auch die Beschäftigung. Holz ist nicht nur ein wertvoller Rohstoff, sondern trägt auch aktiv zum Klimaschutz bei, indem es CO₂ speichert und emissionsintensive Materialien ersetzt. Ehrlich gesagt, jeder Erntefestmeter Holz generiert bis zu 1.667 Euro Bruttowertschöpfung für die heimische Wirtschaft. Da kann man nur sagen: Holz ist Gold!