Kulturelle Brücken: Jugendliche aus Kasachstan entdecken Vöcklabruck
In Vöcklabruck, einer kleinen Stadt mit großer Geschichte, weht momentan ein frischer Wind aus Kasachstan. Zehn Jugendliche von der Schule St. Lorenz in Korneewka haben sich auf den Weg gemacht, um die Franziskanerinnen von Vöcklabruck zu besuchen und die heimische Kultur hautnah zu erleben. Diese Reise ist nicht nur eine aufregende Abwechslung, sondern auch ein fester Bestandteil des Schuljahres für die Schüler:innen des zehnten Jahrgangs. Die Schule selbst wurde 1996 von Priester Lorenz Gawol ins Leben gerufen und hat seitdem viele junge Menschen geprägt. Das Engagement der Franziskanerinnen an dieser Bildungseinrichtung ist bemerkenswert und besteht seit der Gründung.
Die Jugendlichen sind hier, um sich auf ihr Deutsch-Sprachdiplom vorzubereiten. Vormittags wird intensiv Deutschunterricht erteilt – ein echter Sprachenmarathon! Nachmittags hingegen steht das Erkunden von Land und Leuten auf dem Programm. Ein bisschen Sightseeing, ein bisschen Kultur schnuppern – und das alles mit viel Spaß und Neugier! Begleitet werden sie von Pater Jason Rushton SJM und zwei Lehrpersonen, die sicherstellen, dass die Reise nicht nur lehrreich, sondern auch unvergesslich wird.
Ein Jubiläum voller Erinnerungen
Im Mai 2026 feierte die Schule St. Lorenz ihr 30-jähriges Bestehen – ein bedeutender Meilenstein! Zu diesem Anlass reisten auch Generaloberin Sr. Angelika Garstenauer, Generalsekretärin Sr. Johanna Pobitzer und Sr. Ida Vorel nach Korneewka, um mit den Schüler:innen und Lehrkräften zu feiern. Die Vorfreude auf das Jubiläum war spürbar, und die Schwestern, die sich seit Jahren für die Bildung und das Wohl der Kinder einsetzen, konnten stolz auf das Erreichte zurückblicken.
Rund 240 Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Nationalitäten und Religionen besuchen die Schule, was die Vielfalt und den interkulturellen Austausch fördert. Das Motto der Franziskanerinnen, „Aufbruch in den Osten“, spiegelt sich nicht nur im Engagement für die Schule wider, sondern auch im Alltag der Schwestern, die sich darum kümmern, dass Bildung und soziale Unterstützung Hand in Hand gehen. Der Verein „AUFBRUCH – FRANZiskanerinnen von Vöcklabruck“ spielt dabei eine wesentliche Rolle, indem er Spenden für die Bildungsarbeit vor Ort sammelt.
Brücken bauen über Grenzen hinweg
Die Franziskanerinnen von Vöcklabruck sind nicht nur in Österreich aktiv, sondern auch in Deutschland, den USA und Kasachstan. Ihre Gemeinschaft besteht aus rund 110 Ordensfrauen, die sich in unterschiedlichen Regionen engagieren. Es ist faszinierend zu sehen, wie eine Kongregation auf drei Kontinenten lebt und wirkt. Dabei ist es wichtig, dass die Schwestern einander kennenlernen und kommunizieren können, denn nur so können sie die kulturellen Unterschiede erkennen und schätzen. Und manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die einen großen Unterschied machen – wie das gemeinsame Lachen über Sprachmissverständnisse oder die Freude an einem neu erlernten deutschen Wort.
Die Reise der Jugendlichen aus Kasachstan nach Österreich ist mehr als nur ein Bildungsaufenthalt. Sie ist eine Gelegenheit, Brücken zu bauen, Freundschaften zu schließen und das Evangelium in seiner Vielfalt zu leben. Die Franziskanerinnen zeigen, dass Bildung und Menschlichkeit Hand in Hand gehen können und dass es immer einen Weg gibt, um die Welt ein Stück besser zu machen.
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