Am 23. Mai 2026 war im Siebenbürgerheim in Vöcklabruck ein ganz besonderes Fest angesagt: Der Kulturverein Agapis feierte das „Fest der traditionellen rumänischen Bluse“. Mit über 120 Teilnehmern war die Veranstaltung ein echtes Highlight für die rumänische Gemeinschaft in der Region. Es war eine fröhliche Zusammenkunft, bei der die Menschen nicht nur ihre Traditionen lebendig werden ließen, sondern auch ein Stück Heimat in die Ferne trugen.
Die Atmosphäre war geprägt von fröhlichem Lachen und dem verführerischen Duft traditioneller Speisen, die die Herzen der Anwesenden höherschlagen ließen. Hausgemachte Kuchen, köstliche Gerichte und dazu noch Live-Musik – was will man mehr? Die Klänge von Michai und Sofia Pop durchzogen den Raum und sorgten für das richtige feierliche Ambiente. Man fühlte sich einfach wohl, als ob man in eine andere Welt eintauchte, in die Welt der rumänischen Traditionen und Werte.
Kulturelle Verbundenheit und Gemeinschaftsgeist
Besonders erfreulich war die Anwesenheit von Bürgermeister Peter Schobesberger, der zum ersten Mal bei diesem Fest dabei war. Sein Kommen wurde als Zeichen der Wertschätzung für die kulturellen Aktivitäten der rumänischen Gemeinschaft aufgenommen. Auch Florentina Bălășoiu, Vertreterin des rumänischen Konsulats in Salzburg, war vor Ort. Ihre Teilnahme unterstrich die enge Verbindung zwischen der rumänischen Kultur und den Werten, die auch hier in Österreich geschätzt werden.
Veturia Chinta, die Obfrau des Kulturvereins, hob die Bedeutung dieser Veranstaltung hervor. Sie ist nicht nur ein Fest, sondern auch ein Zeichen für die Einheit von Glauben, Kultur und Identität. Das „Fest der traditionellen rumänischen Bluse“ wurde als ein „Treffen der Seelen“ bezeichnet. Dazu trugen auch die Kinder des Ensembles ‚Dor‘ aus Linz und des Vereins „Heilige Marina“ aus Braunau am Inn bei, die mit ihren Darbietungen die Besucher begeisterten. Man konnte die Freude und das Engagement spüren, das in jeder Aufführung steckte.
Die Mitglieder des Kulturvereins Agapis sind nicht nur während Festen aktiv, sondern engagieren sich auch in der Gemeinschaft und setzen sich für die Bewahrung rumänischer Traditionen ein. Dies wurde besonders deutlich, als die rumänisch-orthodoxe Kirchengemeinde Mariä Verkündigung in Vöcklabruck im September 2025 zwei Hilfsprojekte erfolgreich abgeschlossen hat. Unter dem Motto „Nicht wegwerfen! Spenden!“ sammelte die Gemeinde Kleidung und andere Gegenstände für Bedürftige in Rumänien. Solche Projekte zeigen, wie tief verwurzelt der Gemeinschaftsgeist ist und wie wichtig es ist, auch anderen zu helfen.
Ein Blick in die Zukunft
Ein weiteres Highlight, das bereits in den Startlöchern steht, ist das nächste kulturelle Event, das für Anfang November geplant ist. Die Vorfreude ist groß, denn die Gemeinschaft hat bewiesen, dass sie nicht nur ihre Traditionen feiert, sondern auch aktiv lebt. Das ist es, was die rumänische Gemeinschaft in Vöcklabruck so besonders macht – das Gefühl von „Zuhause“, das durch Glauben, Kultur und die Unterstützung füreinander geschaffen wird.
In Vöcklabruck lebt die rumänische Kultur, und das nicht nur in Form von Festen, sondern auch im täglichen Miteinander. Die Menschen hier sind stolz auf ihre Wurzeln und zeigen dies mit jeder gemeinsam verbrachten Stunde. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese lebendige Kultur in Zukunft weiter entfalten wird.