In der kleinen Gemeinde Ottnang am Hausruck, im Herzen von Vöcklabruck, gibt es einen lebendigen Zusammenschluss von Menschen, die sich für eine nachhaltige Zukunft einsetzen. Die Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft (EEG) hat mittlerweile über 100 Mitglieder, die alle das gleiche Ziel verfolgen: regional erzeugten Strom vor Ort nutzen – das klingt doch nach einer tollen Idee, oder? Obmann Michael Hörmandinger hebt hervor, wie wichtig diese Gemeinschaft gerade in geopolitisch schwierigen Zeiten ist. Schließlich kann man mit einer Mitgliedschaft nicht nur die Kosten senken, sondern auch die Stromnetze entlasten. Und wer will das nicht?
Aktuell beträgt der Arbeitspreis für den Strom aus der EEG nur 9 Cent pro Kilowattstunde. Kaum zu fassen, dass man damit die Netzkosten um etwa 2-3 Cent pro Kilowattstunde reduzieren kann! Das bedeutet, dass der effektive Arbeitspreis für die Mitglieder bei rund 6-7 Cent pro Kilowattstunde liegt. Eine echte Ersparnis! Jeder Stromkunde, der über das Umspannwerk Timelkam versorgt wird, kann Mitglied werden. Und das betrifft zahlreiche Gemeinden im Bezirk Vöcklabruck. Wer mehr Informationen möchte oder sogar Anmeldeunterlagen braucht, findet alles auf der Homepage der Marktgemeinde Ottnang am Hausruck.
Die Vielfalt der Energiegemeinschaften
Energiegemeinschaften sind nicht nur ein Trend, sondern ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energiezukunft. Sie sind Zusammenschlüsse von mindestens zwei Akteuren – seien es Privatpersonen, Unternehmen oder Gemeinden, die gemeinsam Energie erzeugen, speichern oder vermarkten. Der Fokus liegt auf der lokalen und nachhaltigen Energieproduktion oder -teilung. Und bei uns in Österreich wird das durch die Nutzung von Photovoltaik, Windenergie oder sogar Wasserkraft möglich gemacht. Da kann man doch nur staunen, wenn man darüber nachdenkt, wie viel Potenzial in der Natur steckt!
In der EU gibt es zwei Hauptarten von Energiegemeinschaften: die Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft (EEG) und die Bürgerenergiegemeinschaft (BEG). Während die EEGs sich auf erneuerbare Energien konzentrieren, geht es bei den BEGs auch um konventionelle Energiequellen. Aber das Beste an diesen Gemeinschaften? Mitglieder müssen nicht einmal im gleichen Netzgebiet wohnen, was die Möglichkeiten für alle Beteiligten enorm erweitert.
Nachhaltigkeit und die Energiewende
Energiegemeinschaften sind also nicht nur ein „Nice-to-have“, sie sind entscheidend für die Energiewende! Sie fördern umweltfreundliche Stromproduktion, stärken die soziale Teilhabe und bieten wirtschaftliche Unabhängigkeit. Es ist einfach schön zu sehen, wie lokale Projekte und soziale Zwecke durch solche Initiativen unterstützt werden. Der Gedanke, dass man aktiv zur Reduzierung schädlicher Emissionen beitragen kann, ist doch ziemlich motivierend.
Natürlich gibt es auch Herausforderungen – wie etwa der fehlende gesetzliche Rahmen in Deutschland oder der Mangel an Förderungen für EEGs. Auch die aufwendigen Messungen für Verbrauchsdaten können eine Hürde darstellen. Dennoch ist der Wille zur Veränderung stark, und es gibt bereits Pläne für zentrale Anlaufstellen, die Betreiber und Mitglieder unterstützen sollen. Wer hätte gedacht, dass das Engagement von so vielen Menschen an einem Ort so viel bewirken kann?
Wenn man also in der Region Vöcklabruck lebt und sich für eine nachhaltige Energiezukunft interessiert, gibt es keinen Grund, nicht Teil dieser Gemeinschaft zu werden. Gemeinsam anpacken und eigene Energie erzeugen – das klingt doch nach einer Chance, die man ergreifen sollte!