Heute ist der 29.05.2026, und wir werfen einen Blick auf die Karriere von Eva-Maria Perauer, die sich in der Männerdomäne Bauwirtschaft einen Namen gemacht hat. Aufgewachsen in Vöcklabruck, besuchte sie die Handelsakademie und absolvierte sowohl ein Bachelor- als auch ein Masterstudium an der Wirtschaftsuniversität Wien. Doch bevor sie in den Familienbetrieb Schmid Baugruppe einstieg, sammelte sie wertvolle Berufserfahrungen in verschiedenen Unternehmen. Es ist beeindruckend, wie sie 2021 die Leitung der Personalabteilung und das Marketing bei Schmid übernahm. Außerdem ist sie Geschäftsführerin der Construction Management Complete GmbH sowie der Von.Roon Arbeitskräfteüberlassung GmbH – das ist ganz schön viel Holz!

Eine Rückkehr in den Familienbetrieb war für Eva nicht von heute auf morgen entschieden. Sie wollte zunächst ihren eigenen Weg gehen, außerhalb der Baubranche Erfahrungen sammeln. Aber das Potenzial des Unternehmens und die Ermutigung ihrer Eltern, selbstständig zu denken und Entscheidungen zu treffen, führten dazu, dass sie Schritt für Schritt zurückkehrte. Die größte Herausforderung? Sich als junge Führungskraft im männerdominierten Feld zu positionieren. „Anfangs war es nicht leicht, aber Kompetenz und Auftreten zählen“, sagt sie. Ihre Rolle als Frau in dieser Branche sieht sie nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance, frische Perspektiven einzubringen.

Frauen in der Bauwirtschaft

Die Bauwirtschaft hat einen schweren Stand, wenn es um die Integration von Frauen geht. Immer mehr Frauen interessieren sich zwar für Berufe in dieser Branche, doch der Anteil bleibt erschreckend niedrig. Aktuell liegt der Frauenanteil im Bauhauptgewerbe bei rund 11%. Im Bauingenieurwesen ist der Anteil weiblicher Studierender mit 30% zwar gestiegen – vor 25 Jahren waren es nur 20% – aber die Strukturen ändern sich nur langsam. Das ist frustrierend! Im gewerblichen Bereich stieg der Frauenanteil von 1,3% auf 2,3%, was zeigt, dass wir zwar Schritte in die richtige Richtung machen, aber noch lange nicht am Ziel sind.

Der Rückgang bei den Studienanfängern ist alarmierend. Im Wintersemester 2024/25 haben sich nur 9.000 für ein Bauingenieurstudium eingeschrieben – darunter gerade einmal 2.720 Frauen. Das sind Zahlen, die zum Nachdenken anregen! Die Handwerkskammer warnt vor den strukturellen Hürden und alten Klischees, die weiterhin bestehen. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist es wichtig, dass Unternehmen wie die Schmid Baugruppe aktiv auf junge Frauen zugehen. Sei es durch Schulkooperationen, Praktika oder Messen – ein realistisches Bild der Branche und die Sichtbarkeit weiblicher Vorbilder sind unerlässlich.

Der Weg in die Zukunft

Eva-Maria Perauer setzt sich mit voller Kraft dafür ein, junge Frauen für eine Lehre in der Baubranche zu begeistern. Dabei ist ihr klar, dass es nicht nur um die Zahlen geht, sondern um eine echte Veränderung der Wahrnehmung. Die Schmid Baugruppe, die etwa 800 Mitarbeiter:innen an dreizehn Standorten beschäftigt, hat sich in der Vergangenheit bereits darauf konzentriert, Planung, Bauabwicklung und nachhaltige Nutzbarkeit zu fördern. Ein Schritt in die richtige Richtung, um die Baubranche zukunftsfähig zu machen.

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Es bleibt abzuwarten, wie sich die Rolle der Frauen in der Bauwirtschaft entwickeln wird. Doch mit Menschen wie Eva-Maria Perauer, die mutig neue Wege beschreiten, sieht die Zukunft hoffnungsvoll aus. Es ist an der Zeit, das Potenzial zu erkennen und zu nutzen – für die Branche und für die Gesellschaft.