30 Jahre Bildung mit Herz: Die Schule St. Lorenz feiert ein besonderes Jubiläum in Kasachstan
Heute ist der 3. Juli 2026 und in Vöcklabruck gibt es Grund zur Freude! Die Schule St. Lorenz, die 1996 von Priester Lorenz Gawol ins Leben gerufen wurde, feiert bald ihr 30-jähriges Bestehen. Die Franziskanerinnen von Vöcklabruck, die sich seit der Gründung für die Bildungseinrichtung engagieren, sind dabei ein unverzichtbarer Teil dieser Geschichte. Ein fester Bestandteil des Schuljahres ist der Besuch von Schüler:innen des 10. Jahrgangs aus Nordkasachstan, die sich auf ihr Deutsch-Sprachdiplom vorbereiten. Vormittags stehen Deutschunterricht und nachmittags Erkundungen des Landes auf dem Programm. Begleitet werden die jungen Leute von Pater Jason Rushton SJM und zwei Lehrpersonen. Ein aufregendes Abenteuer, das nicht nur die Sprache, sondern auch die Kultur näherbringt!
Die Schule St. Lorenz, die sich in Nordkasachstan befindet, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern, Jugendlichen und Familien aus abgelegenen Dörfern zu helfen. Das Ziel? Bildung und persönliche Entwicklung zur verantwortungsvollen Lebensgestaltung! Hier wird jeder Schüler als freie, von Gott geschaffene, einzigartige Person gesehen. Ein schöner Ansatz, der die intellektuelle, wertorientierte und individuelle Förderung der Schüler in den Fokus rückt. Und ganz ehrlich, das ist in einer Welt, in der alles immer schneller geht, ein echter Lichtblick!
Bildung mit Herz und Engagement
Rund 240 Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Nationalitäten und Religionen besuchen die Schule St. Lorenz – ein bunter Haufen, der das Miteinander fördert. Von Kindergarten bis Gymnasium, von der Schule für Zusatzfächer bis hin zum Internat: die Vielfalt ist beeindruckend. Die Franziskanerinnen engagieren sich nicht nur als Lehrerinnen, sondern begleiten auch die Menschen vor Ort. 110 Ordensfrauen, die sich in Österreich, Deutschland, den USA und Kasachstan für die Bildung stark machen, sind eine wahre Bereicherung für die Gemeinschaft. Ihr Engagement wird durch den Verein „AUFBRUCH – FRANZiskanerinnen von Vöcklabruck“ unterstützt, der Spenden für Bildungsarbeit und soziale Unterstützung sammelt.
Ein besonderes Augenmerk wird auf den Deutschunterricht gelegt. Seit 2009 ist die Schule eine DSD (Deutsches Sprachdiplom) Schule und ermöglicht es den Schülern, ihre Deutschkenntnisse bei Muttersprachlern zu vertiefen. Über 10 Absolventen haben bereits den Sprung nach Deutschland und Österreich gewagt, um dort weiter zu studieren. Das zeigt, wie wichtig diese Bildungseinrichtung für die Zukunft der jungen Menschen ist!
Ein Ort der Hoffnung
Wenn man an Kasachstan denkt, denkt man vielleicht an endlose Steppen und eine spannende Geschichte, die vom Kommunismus und dem Zerfall der Sowjetunion geprägt ist. Doch das Land ist mehr als das! Kardinal König bezeichnete Kasachstan einst als „Ort der Hoffnung“. Über 130 verschiedene Nationen und Religionsgemeinschaften leben hier zusammen. Inmitten wirtschaftlicher Aufschwünge und ehrgeiziger Bauprojekte in den Städten gibt es gleichzeitig Herausforderungen: Mangelnde Infrastruktur und niedrige Gehälter prägen den Alltag vieler Menschen, insbesondere auf dem Land.
Die Schule St. Lorenz wurde zwischen 1995 und 1997 gegründet, um kranken und alten Menschen zu helfen. Am 1. September 1996 öffnete sie ihre Türen. Der Schulkomplex umfasst nicht nur einen Kindergarten und ein Gymnasium für 6- bis 17-Jährige, sondern auch ein Internat und eine Privatschule, die eine Zusatzausbildung in Ethik, Fremdsprachen, kreativen Fächern und Sport anbietet. So wird sichergestellt, dass die Schüler nicht nur akademisch, sondern auch persönlich gefördert werden.
In einer Welt, die oft kalt und anonym wirkt, zeigen die Franziskanerinnen von Vöcklabruck, dass Bildung und Menschlichkeit Hand in Hand gehen können. Hier wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch das Herz für die Mitmenschen geöffnet. Ein engagiertes Netzwerk, das weit über die Grenzen Kasachstans hinausreicht und zeigt, wie wichtig Gemeinschaft und Unterstützung sind. Und das ist doch irgendwie das, was wir alle brauchen – oder?
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