50 Jahre Emmaus: Ein Ort des Lebens und der Gemeinschaft
Am 16. November 2026 war es endlich so weit: Das Jubiläumsfest der Wohneinrichtung Emmaus am Linzerberg in Engerwitzdorf wurde gefeiert. 50 Jahre sind vergangen, seit dieser Ort für Menschen mit Behinderungen ein Zuhause wurde. Rund 200 Gäste fanden sich ein, um auf fünf Jahrzehnte voller Erinnerungen und Fortschritte zurückzublicken. Es war ein Fest voller Emotionen, das die Herzen der Anwesenden berührte.
Die Geschichte von Emmaus begann vor 50 Jahren, als am 16. November 1976 das Wohnhaus mit 38 jungen Bewohnern eröffnet wurde. In den 70er-Jahren galt Emmaus als wegweisendes Angebot für Menschen mit Behinderungen. Hier wurde nicht nur ein Dach über dem Kopf geboten, sondern auch die Möglichkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Die Einrichtung verfolgt das Ziel, gesellschaftliche Teilhabe zu fördern und individuelle Lebensperspektiven zu schaffen.
Ein Zuhause für alle
Heute wohnen 26 Menschen in vier Wohnungen der Einrichtung, und das Konzept hat sich bewährt. Jeder Bewohner hat sein eigenes Zimmer und erhält individuelle Begleitung. Die naturnahe Lage des Hauses am Linzerberg, umgeben von Grün und frischer Luft, trägt zur Förderung der Selbstständigkeit und der gesellschaftlichen Teilhabe bei. Es ist ein Ort, an dem die Bewohner ihren Alltag nach ihren Fähigkeiten, Interessen und Wünschen gestalten können. Die enge Vernetzung mit Angeboten wie einer Werkstätte, einem Kindergarten, einer Sonderschule und einer Therapiestation schafft ein lebendiges Umfeld, das jeden Tag aufs Neue Freude bringt.
Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Seniorentagesbegleitung für ältere Menschen mit Behinderungen. Hier wird den Bedürfnissen der älteren Generation Rechnung getragen. Die Einrichtung ist nicht nur ein Wohnort, sondern ein echtes Zuhause, in dem sich jeder wohlfühlen kann. Martin Hauzenberger und Bettina Rödhammer, die das Haus leiten, betonten bei der Feier die kontinuierliche Weiterentwicklung der Einrichtung. „Seit 50 Jahren arbeiten wir daran, die Lebensqualität unserer Bewohner zu verbessern“, so Hauzenberger.
Ein Meilenstein in Oberösterreich
Die Eröffnung von Emmaus war ein wichtiger Schritt im Ausbau der Angebote für Menschen mit Behinderungen in Oberösterreich. Bereits 1968 wurde das Wohnhaus Martinstift eröffnet, doch Emmaus setzte neue Maßstäbe. Der staatlich anerkannte Lehrgang für Behindertenhilfe ermöglicht die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte, die in der Einrichtung tätig sind. Trotz aller Fortschritte, die gemacht wurden, bleibt das Ziel immer das gleiche: Die Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner. „Wir sind stolz darauf, was wir erreicht haben, aber es gibt immer Raum für Verbesserungen“, so Daniela Palk, Vorständin des Diakoniewerks.
Das Jubiläumsfest war nicht nur ein Rückblick, sondern auch ein Blick in die Zukunft. Es wurde gefeiert, gelacht und auch ein bisschen geweint, wenn die Geschichten der Bewohner erzählt wurden. Es war ein Fest, das die Gemeinschaft und die Verbundenheit aller Anwesenden spürbar machte. Mit jedem Jahr, das vergeht, zeigt sich, dass Emmaus nicht nur ein Ort des Wohnens ist, sondern ein Ort des Lebens – lebendig, bunt und voller Möglichkeiten.
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